Bitterer Snowboard-WM-Start - Crosser gehen leer aus

Snowboard-WM in den USA

Bitterer Snowboard-WM-Start - Crosser gehen leer aus

Die deutschen Athleten haben zum Auftakt der Snowboard-WM in den USA eine Medaille verpasst. Die beste Chance auf Edelmetall vergab Paul Berg, dem kurz vor dem Ziel ein großes Missgeschick passierte.

Berg stand quasi schon im großen WM-Finale in Park City. In seinem Halbfinallauf lag der Deutsche von Beginn an in Führung, doch beim Zielsprung verlor er die Balance, stürzte und rutschte als Vierter ins Ziel. Der Medaillentraum war geplatzt. Berg blieb nur das "kleine Finale" um Platz fünf bis acht. Die Luft war raus. Am Ende wurde es der siebte Rang für den 27-Jährigen. "Körperlich habe ich mich bei dem Sturz nicht verletzt, aber seelisch schon ein wenig", sagte Berg im Ersten. Er habe in der letzten Kurve gemerkt, dass die anderen an ihm dran kleben und sei eine Millisekunde zu lang in der Gleitposition geblieben, analysierte der Pechvogel nach dem Rennen.

Überraschungs-Weltmeister Dierdorff

Gold ging überraschend an Lokalmatador Mick Dierdorff, der zuvor noch nie ein Rennen gewonnen hatte. Der US-Amerikaner siegte vor Hanno Douschan (Österreich) und Emanuel Perathoner aus Italien. Bei den Frauen jubelte die Tschechin Eva Samkova über den WM-Titel. Charlotte Bankes (Großbritannien) und Michela Moioli (Italien) fuhren ebenfalls auf das Podium.

Beckhaus stürzt im kleinen Finale

Leon Beckhaus schaffte es neben Berg ins "kleine Finale", stürzte aber schon in der ersten Kurve und beendete die WM als Achter. Damit überraschte er alle und sich selbst wohl am meisten. Beckhaus fährt erst seit sechs Jahren leistungsorientiert Snowboard und ist schon in der Weltspitze angekommen. Der 20-jährige Münchner setzte sich auf dem Weg ins Halbfinale u.a. gegen Weltmeister Nick Baumgartner (USA) durch.

Aus 3 mach 1 - Endstation Achtelfinale

Martin Nörl

Martin Nörl

Für Martin Nörl (25) und Konstantin Schad (31) war bereits in einem Achtelfinale Schluss. Die beiden standen in einem Lauf mit Paul Berg und dem Japaner Shinya Momomo. Nörl und Schad waren sofort im Hintertreffen und konnten die Lücke nicht mehr schließen.

Auch Hanna Ihedioha (21), die es als 16. gerade so in die Finalläufe geschafft hatte, schied bereits in der ersten Runde aus. Nach einem Sturz platzten die Hoffnungen der Bayerin. Die zweite deutsche Snowboardcrosserin Jana Fischer scheiterte in der Qualifikation. Der WM-Debütantin fehlten am Ende 0,33 Sekunden.

sst | Stand: 01.02.2019, 20:27

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