Deutsche Snowboarderinnen wollen Ledecka vom Thron stoßen

Vor dem Weltcup-Auftakt

Deutsche Snowboarderinnen wollen Ledecka vom Thron stoßen

Am Donnerstag starten die Snowboarder in die neue Weltcup-Saison. Dabei haben die deutschen Top-Athletinnen Großes vor. Sie wollen die tschechische Doppel-Olympiasiegerin und "Königin" Ester Ledecka vom Thron zu stoßen.

Am Donnerstag beginnt die Weltcup-Saison der Snowboarder mit dem Parallel-Riesenslalom im italienischen Carezza. Der Startschuss in eine Saison, in der die deutschen Top-Athletinnen nur ein Ziel haben: die tschechische Doppel-Olympiasiegerin und "Königin" Ester Ledecka vom Thron zu stoßen.

Jörg ist fit, Hofmeister und Kober mit Problemen

Die Olympiazweite Selina Jörg brachte es auf den Punkt: "Wir haben uns alle zur Aufgabe gemacht, Ester ordentlich zu ärgern. Sie ist die Gejagte. Wir werden nicht locker lassen, ihr Dampf machen." Jörg ist fit und hat "Bock" auf den Winter mit dem Höhepunkt WM in Park City/USA (31. Januar bis 10. Februar).

Allerdings lief bei den anderen deutschen Snowboarderinnen nicht alles rund. Die Olympiadritte Ramona Hofmeister ist nach ihrem zweiten Bandscheibenvorfall in Carezza zwar dabei, ob sie auch startet, ist noch ungewiss. "Von welcher Position aus ich die Rennen dann erlebe, werde ich aber noch mit den Trainern besprechen", sagte die 22-Jährige aus Bischofswiesen. "Ich steige erst aufs Snowboard, wenn es zu 1.000 Prozent passt." Probleme gibt es auch bei der zweimaligen Olympiamedaillen-Gewinnerin Amelie Kober. Die 31-Jährige kämpft wegen anhaltender Knöchelprobleme um ihre Rückkehr.

Vollgas geben und Schalter umlegen

Dass Ester Ledecka nicht unverwundbar ist, zeigte sich im vergangenen Weltcup-Winter. Da konnte Ramona Hofmeister die Tschechin bereits bezwingen. "Vollgas, Schalter umlegen, nicht vorsichtig fahren, Kopf aus", erläuterte sie ihr Rezept. Das könnte klappen, denn Favoritin Ledecka ist zumindest auf zwei Brettern enttäuschend in die Saison gestartet: Im Super-G, wo die 23-Jährige in Südkorea sensationell die Goldmedaille gewonnen hatte, kam sie nur auf die Ränge 27 und 29.

Das Aufgebot für Südtirol

Neben Jörg und Hofmeister sind in Italien Carolin Langenhorst, Melanie Hochreiter (beide Bischofswiesen) und Cheyenne Loch (Schliersee) dabei. Bei den Männern gehen Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham), Elias Huber (Berchtesgaden) und Ole-Mikkel Prantl (Schönau) auf die Piste.

jmd/sid | Stand: 12.12.2018, 11:30

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