DSV-Skispringer verpassen Top 5 in Willingen

Skispringen der Männer in Willingen - die Analyse von Sven Hannawald Sportschau 30.01.2021 01:30 Min. Verfügbar bis 30.01.2022 Das Erste

Weltcup in Willingen

DSV-Skispringer verpassen Top 5 in Willingen

Die deutschen Skispringer haben beim Heim-Weltcup in Willingen nicht vollends überzeugen können. Nur Markus Eisenbichler schaffte es unter die besten zehn. Der Sieg ging einmal mehr nach Norwegen.

Markus Eisenbichler hat einen Platz unter den besten fünf beim Skispringen auf der Mühlenkopfschanze im hessischen Willingen verpasst. Nach 137,5 Metern im ersten Durchgang verlor er trotz einer Steigerung auf 139,5 Meter noch drei Plätze und wurde Achter. Ausschlaggebend waren die Windpunkte, die in diesem Fall zu Ungunsten von Eisenbichler ausfielen.

Granerud mit 7. Saisonsieg

Den Platz ganz oben auf den Treppchen schnappte sich mal wieder Halvor Egner Granerud. Der Norweger zeigte in beiden Durchgängen die weitesten Sprünge (147,5 Meter/145,5 m) und siegte mit 8,9 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann Daniel Andre Tande (145 m/140,5 m). Es war der siebte Sieg in diesem Winter für den Weltcupführenden. Dritter wurde Kamil Stoch aus Polen, der noch eine Position gutmachen konnte und somit den ersten Weltcup-Podestplatz des Slowenen Bor Pavlovcic verhinderte, der Vierter wurde.

Geiger mit Steigerung

Karl Geiger zeigte im zweiten Durchgang mit 142 Metern seinen besten Sprung in diesen Tagen in Willingen und konnte sich somit noch von Rang 20 auf elf verbessern. Demonstrativ ballte der Skiflugweltmeister direkt nach der Landung die Faust. Eine Geste, die man in den vergangenen Wochen beim 27-Jährigen nicht mehr so oft gesehen hatte. "Es war echt schwierig. Im ersten Durchgang ging wieder nichts. Deshalb war der zweite so gut, weil ich ordentlich Druck drauf hatte. Mit so einem Sprung würde ich gerne mal anfangen", sagte Geiger im Anschluss. Besonders an der Anfahrtsposition habe er zuletzt gearbeitet, verriet er.

Der dritte Deutsche im Bunde, Pius Paschke, verlor nach seinem zweiten Sprung auf 130,5 Meter noch einen Platz und kam so auf Position 24. Er haderte mit seiner Position in der Anlaufspur und erklärte, dort noch entscheidende Reserven zu haben. "Die Sprünge im Finale waren eine Steigerung. Bei Karl war es so, wie wir uns das vorstellen. Auch Markus' Sprung war deutlich besser am Schanzentisch, er hatte leider im unteren Teil Pech mit den Verhältnissen und eine schlechtere Windkompensation bekommen. Aber an diesem Durchgang müssen wir ansetzen und morgen so von Anfang an springen", erklärte Bundestrainer Stefan Horngacher im Anschluss.

Skispringen - das Einzelspringen der Männer in Willingen - der 1. Durchgang in voller Länge Sportschau 30.01.2021 51:57 Min. Verfügbar bis 30.01.2022 Das Erste

Drei Deutsche scheiden nach dem ersten Sprung aus

Mit Constantin Schmid (31./125 Meter), Martin Hamann (33./122 m) und Severin Freund (37./118 m) schaffte es die Hälfte der DSV-Springer nicht in den zweiten Durchgang. Schmid fehlten 0,3 Punkte für die Top 30. Horngacher bemängelte danach das Selbstvertrauen bei seinen Athleten und wollte das Ausscheiden nicht nur auf die wechselhaften Bedingungen schieben: "Es ist schwierig zu springen heute, aber es ist für alle gleich. Ich bin unzufrieden mit den technischen Abläufen der Sprünge. Da war nicht viel Gutes dabei."

Stekala verliert Gesamtführung

Der Pole Andrzej Stekala, der am Freitag die Qualifikation gewonnen hatte und damit auch in der Gesamtwertung der "Willingen Six" vorne lag, kam nach seinen 152 Metern vom Vortag im ersten Wettkampfdurchgang nur auf 127 Meter und Rang 21. Damit musste er die Führung der Sonderwertung bereits nach einem Sprung wieder abgeben. Im zweiten Durchgang verbesserte er sich noch auf Position 20.

Skispringen - das Einzelspringen der Männer in Willingen - der 2. Durchgang in voller Länge Sportschau 30.01.2021 33:50 Min. Verfügbar bis 30.01.2022 Das Erste

rho | Stand: 30.01.2021, 17:43

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