Schlierenzauer pausiert im Weltcup

Gregor Schlierenzauer

Skispringen

Schlierenzauer pausiert im Weltcup

Gregor Schlierenzauer wird bis zur Vier-Schanzen-Tournee nicht mehr im Weltcup springen.  Das teilte der Österreichische Skiverband am Mittwoch mit. Statt in Engelberg anzutreten, werde Schlierenzauer zurück ins Training gehen.

Die Entscheidung fiel in Absprache mit Andreas Felder, der ihn dabei voll unterstützt. "Das ist auch viel Kopfsache, dafür braucht er die notwendige Ruhe abseits des Weltcups", sagte der Cheftrainer der österreichischen Skispringer. 53 Weltcupsiege konnte Schlierenzauer feiern, so viele wie kein anderer Skispringer. Allerdings ist er schon länger auf der Suche nach seiner Form.

Bislang letzter Weltcupsieg vier Jahre her

Der bislang letzte Weltcupsieg gelang ihm vor genau vier Jahren: Am 6. Dezember 2014 stand er in Lillehammer ganz oben auf dem Treppchen. Seitdem ist der Wurm drin. 2016 stieg Schlierenzauer vorzeitig aus dem Weltcup aus, verletzte sich am Kreuzband und ließ offen, wann er wieder in den Leistungssport zurückkehren würde. 2017 gab er dann im polnischen Wisla sein Weltcup-Comeback, konnte aber weiterhin nicht an die alten Leistungen anknüpfen.

Nur einmal im Finale

Auch die aktuelle Saison lief für ihn nicht zufriedenstellend. Nur in einem von fünf Einzelwettkämpfen erreichte er den zweiten Durchgang und sammelte Weltcup-Punkte. In Kuusamo schaffte er die Qualifikation für den Wettkampf am Sonntag nicht. Schlierenzauer will die Pause nun nutzen, um weiter an sich zu arbeiten. Unterstützt wird er dabei von Florian Liegl. Der ehemalige Skispringer ist inzwischen Assistenztrainer im österreichischen Team.

Blick auf die Heim-WM in Seefeld gerichtet

Die Entscheidung dürfte auch mit Blick auf die weitere Saison gefallen sein. Die nordischen Skiweltmeisterschaften finden in diesem Jahr in Seefeld statt – ein Heimspiel für den Tiroler. Dass der Weg dahin kein einfacher wird, ist auch Schlierenzauer selbst bewusst. Zu seiner Entscheidung, nun wieder ins Training zu gehen, sagte er: "Es wird herausfordernd, weil es einige Punkte sind, an denen ich arbeiten werde. Diese Herausforderung nehme ich an."

Thema in: Das Erste, Sportschau live, 7.12., ab 09 Uhr

Stand: 05.12.2018, 12:05

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