Keine deutsche Skispringerin in Titisee-Neustadt unter den Top 10

Deutsche Springerinnen enttäuschen in Titisee-Neustadt Sportschau 31.01.2021 01:05 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 Das Erste

Weltcup in Titisee-Neustadt

Keine deutsche Skispringerin in Titisee-Neustadt unter den Top 10

Der Heimweltcups in Titisee-Neustadt ist kein gutes Pflaster für die deutschen Skispringerinnen. Am Sonntag hatten sie erneut keine Chance im Kampf um das Podest und verpassten diesmal sogar die besten Zehn. Die Siegerin des Vortages durfte wieder jubeln.

Beim erneuten Sieg von Marita Kramer in Titisee-Neustadt ist den deutschen Skispringerinnen im Kampf um die Top-Platzierungen erneut nur die Zuschauerrolle geblieben. Wie schon am Vortag kam Katharina Althaus aus dem Team des Deutschen Skiverbandes noch am besten mit der Großschanze zurecht. Doch ihre Sprünge auf 128 und 126,5 Meter reichten am Sonntag nur für Rang 12. "Meine Sprünge sind nicht optimal. Ich muss am Absrpung die Länge mitnehmen und dann ins Fliegen kommen. Da fehlt ein bisschen das Feingefühl, aber es fehlt nicht mehr viel", so Althaus im Anschluss.

Wie schon am Samstag war die Österreicherin Kramer die konstanteste Athletin auf der Hochfirstschanze im Schwarzwald. Zwar war es wieder knapp, doch die Weltcupführende (137,5 m/135 m) konnte ihre japanische Kontrahentin Sara Takanashi (136,5 m/134,5 m) mit 2,2 Punkten hinter sich halten. Dritte bei der Generalprobe vor der WM-Großschanzenpremiere wurde die Norwegerin Silje Opseth, die mit ihrem zweiten Sprung auf 133 Meter noch fünf Konkurrentinnen hinter sich lassen konnte.

Reisch und Seyfarth am Ende des Tableaus

Neben Althaus schafften es noch Julian Seyfarth und Agnes Reisch ins Finale. Nach Sprüngen auf 109 (Seyfarth) beziehungsweise 111,5 Meter (Reisch) waren sie dort aber schon sehr früh dran. Zwar konnten sie ihre Weiten im zweiten Versuch steigern, Positionen machten sie aber keine mehr gut. Seyfarth tauschte nach ihren 116,5 Metern den Platz mit Reisch (113 m). Im Abschlussklassement lagen die beiden DSV-Springerinnen auf den Positionen 28 und 29.

"Der Flow ist auf dieser Schanze ganz wichtig, das habe ich nur einmal in der Quali geschafft. Jetzt muss ich weiter arbeiten und hoffen, dass es in den nächsten Wochen wieder besser klappt. Ich brauche jetzt ein kleines Erfolgserlebnis in meinen Sprüngen, dann kommen die guten Sprünge wieder von alleine", erklärte Seyfarth zuversichtlich.

Skispringen - der 2. Durchgang der Frauen in Titisee-Neustadt in voller Länge Sportschau 31.01.2021 22:45 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 Das Erste

Freitag und Rupprecht verpassen das Finale

Nach nur einem Sprung war dagegen für Selina Freitag und Anna Ruprecht der Wettkampf beendet. Sie mussten im Finale der besten 30 Springerinnen zuschauen. Freitag kam nur auf 103 Meter und platzierte sich damit als 36. einen Rang vor Ruprecht (101,5 m). Die nach einer langwierigen Knieverletzung zurückgekehrte 24-Jährige hatte in der Luft große Problem, musste abrudern, landete aber sicher. "Ich hab versucht, einen Fehler zu korrigieren. Dann hat es mich verdreht. Ich weiß nicht genau, woran es gelegen hat, aber ich bin für den Fehler verantwortlich. Ich bin der Pilot in der Luft", sagte sie im Anschluss selbstkritisch.

rho | Stand: 31.01.2021, 14:49

Darstellung: