Geiger fliegt in Willingen den Konkurrenten davon

Karl Geiger gewinnt Skisprung-Weltcup in Willingen Rundschau 16.02.2019 00:22 Min. Verfügbar bis 16.02.2020 BR

Skisprung-Weltcup

Geiger fliegt in Willingen den Konkurrenten davon

DSV-Skiadler Karl Geiger ist in Willingen zu seinem zweiten Weltcupsieg geflogen. Dabei verwies er den Polen Kamil Stoch und den Japaner Ryoyu Kobayashi auf die Plätze.

"Es hat richtig Spaß gemacht, Ich hab wieder ein gutes Gefühl", kommentierte Karl Geiger bereits seinen Flug über 142 Meter. Damit lag er nach dem ersten Durchgang nur 3,2 Punkte hinter dem Führenden Kamil Stoch (151,0 Punkte). Der zweitplatzierte Japaner Ryoyu Kobayashi, der wie Stoch auf 144,5 Meter (151,2) kam, war nur knapp vor Geiger. Der Oberstdorfer zog mit seinem zweiten Sprung auf 150,5 Meter dann allerdings den Konkurrrenten davon. "Es war einer der Besten. Es ging ab wie Schnitzel", freute sich Geiger. "Es war großartig."

Kobayashi kam mit 143 Meter nicht an die Weite heran und musste sich hinter Geiger einreihen. Auch Stoch war mit 144,5 Metern geschlagen. Der Pole wurde Zweiter, Kobayashi Dritter.

Freitag Sechster

Ebenfalls aussichtsreich hatte sich Richard Freitag, der sich vor der nordischen Ski-WM seiner Form wieder annähert, als Sechster in Position gebracht. "Das Lächeln kommt zurück", sagte der 27-Jährige nach dem ersten Sprung, den er ausreizte und erst nach 144 Metern aufsetzte. Freitag verschenkte zwar im Finale beim Absprung ein paar Meter, legte aber 140 Meter nach und konnte seinen Platz halten.

Wellinger auf gutem Weg

Den zweiten Durchgang hatte neben Geiger und Freitag von den sieben gestarteten DSV-Adlern nur noch Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) als Elfter erreicht. Es geht in die "richtige Richtung" analysierte der Ruhpoldinger. Der 23-Jährige schloss den Wettkampf nach Sprüngen über 134 und 134,5 Metern auf Rang 19 ab.

Leyhe und Eisenbichler nicht im zweiten Durchgang

Die beiden besten deutschen Skispringer, Stephan Leyhe und Markus Eisenbichler, kassierten dagegen einen sportlichen Rückschlag. Lokalmatador Leyhe sprang mit 125 Meter auf Rang 35, der Tournee-Zweite Eisenbichler (125,5 Meter) schied auf Rang 36 vorzeitig aus. Eisenbichler stapfte kommentarlos davon. "Der Sprung hat mich geärgert. Ich wollte geduldiger sein. Jetzt bin ich zu geduldig und falle einfach runter", analysierte Leyhe. Junioren-Teamweltmeister Constantin Schmid (Oberaudorf) als 34. und Martin Hamann (Aue) als 38. verabschiedeten sich ebenfalls.

mla | Stand: 16.02.2019, 17:50

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