Nächste Granerud-Gala beim Skispringen in Klingenthal

Halvor Egner Granerud ballt die Siegerfaust nach seinem Siegessprung in Klingenthal.

Skispringen | Weltcup in Klingenthal

Nächste Granerud-Gala beim Skispringen in Klingenthal

Beim Weltcup in Klingenthal machte Pius Paschke die beste Figur seitens der deutschen Skispringer. Skiflug-Weltmeister Karl Geiger hingegen enttäuschte.

Schneefall und wechselnde Windbedingungen machten den Skispringern in Klingenthal zu schaffen. Saison-Überflieger Halvor Egner Granerud blieb davon unbeeindruckt und zeigte eine Weite von 140,5 Metern bei seinem ersten Flug. Im zweiten Durchgang setzte der Norweger sogar noch einen drauf: 141,5 Meter sicherten ihm den neunten Saisonerfolg.

Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch (134) wurde Zweiter am Samstag (06.02.2021). Platz drei ging an den Slowenen Bor Pavlovcic (142,5).

Eisenbichler trotzt den Bedigungen

Markus Eisenbichler hatte nicht die optimalen Bedingungen. Dennoch flog er zunächst auf 135 Meter und landete als Siebter mit 12 Punkten Rückstand auf einer guten Ausgangspositon. Auch Pius Paschke kam mit der Schanze ganz gut zurecht und zeigte einen stabilen ersten Sprung. Seine 126,5 Meter reichten für Platz 12 und eine sichere Qualifikation für das Finale der Top 30.

Constantin Schmid (128,5) und Martin Hamann (128) zogen auf Position 15., beziehungsweise 17. das sichere Ticket fürs Finale.

Paschke performt konstant

Pius Paschke schaut zufrieden nach seinem Sprung

Pius Paschke konnte noch nachlegen und wurde bester DSV-Skiadler mit Rang sieben. "Ich glaube, dass jeder gezeigt hat, dass er gut springen kann", sagt Paschke. Mit seinem Auftritt war er sichtlich zufrieden: "So mache ich weiter, da geht sicher noch was."

Auch Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich zufrieden: "Der Aufwärtstrend von Pius hat sich bestätigt." Paschke "sei momentan auf der Welle drauf."

Eisenbichler "fehlt der Rhythmus"

Da konnte Eisenbichler dieses Mal nicht ganz mithalten. Bei guten Bedingungen kam der Siegsdorfer auf 134.5 Meter und verpasste den Teamkollegen als Neunter um 0,6 Punkte.

markus Bichler in er Landezone legt den Kopf schief und guckt horizontal in die Kamera.

"Von zufrieden bin ich ganz weit weg. Ich komme einfach nicht so ins Fliegen," ärgerte sich Eisenbichler auf hohem Niveau. "Es fehlt ihm der Rhythmus", sagte Horngacher, der seinen Schützling am Sonntag emotional besser einstellen will.

Constantin Schmid kam im Finale nur auf 122 Meter und büßte wie Martin Hamann mit 123,5 Metern noch Plätze ein. Es wurden Platz 25 und 28.

Geiger enttäuscht

Enttäuschend war der Start in Klingenthal für Skiflug-Weltmeister Karl Geiger (123,5). Er verpasste als 32. noch hinter Teamkollege Severin Freund (124) den zweiten Durchgang.

"Es ist fair zu Springen, ohne große Turbulenzen", sagte Geiger. "Es ist einfach schlecht gesprungen". Er sucht nach einem Rezept: "Es braucht den Dosenöffner". Ihm fehle aber gerade der richtige Ansatz, das Problem zu lösen, erklärte Geiger. "Es ist sehr zermürbend, weil man sich dann schwertut."

mla | Stand: 06.02.2021, 17:35

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Karl Geiger305
2.Anze Lanisek252
3.Markus Eisenbichler192
4.Ryoyu Kobayashi180
5.Halvor Egner Granerud160
Darstellung: