Deutsche Skispringerinnen mit Steigerung bei WM-Generalprobe

Anna Rupprecht

Weltcup in Rasnov

Deutsche Skispringerinnen mit Steigerung bei WM-Generalprobe

Beim zweiten Weltcup im rumänischen Rasnov haben sich die deutschen Skispringerinnen verbessert gezeigt. Sara Takanashi gelang ein neuer Meilenstein.

Sara Takanashi hat den Weltcup im rumänischen Rasnov gewonnen. Ihr Sieg beim Springen in Siebenbürgen war zugleich ihr 60. Erfolg im Weltcup. Damit baute die Japanerin ihre Bestmarke weiter aus. Keine Frau und auch kein Mann hatte zuvor die 60er-Marke geknackt. Bei den Männer führt weiterhin Gregor Schlierenzauer die Liste mit 53 Triumphen an.

Hinter Takanashi (92 Meter/99 Meter) schafften es die Norwegerin Silje Opseth (90,5/97) als Zweite und die Siegerin des Vortages, Nika Kriznar aus Slowenien (88/92,5), als Dritte auf das Podest.

Rupprecht schafft es in die Top 15

Wie schon am Vortag war Anna Rupprecht in Abwesenheit der deutschen Top-Springerinnen die beste Athletin aus dem DSV-Kader. Nach 89 Metern im ersten Sprung lag sie aussichtsreich auf Rang acht, verlor allerdings nach 84 Metern noch fünf Positionen. Im Endklassement belegte sie Rang 13. Eine Steigerung um drei Plätze im Vergleich zum Vortag. "Ich bin nicht zufrieden. Mein erster Sprung war gut, aber der zweite zu spät. Es ärgert mich, dass ich es nicht hinbekomme, zwei gleichwertige Sprünge zu machen. Dann wäre auch mal ein Top-10-Platz drin", zeigte sich Rupprecht im ZDF selbstkritisch.

Auch Luisa Görlich musste nach einem schwächeren zweiten Sprung (88/82) noch einige Kontrahentinnen vorbeiziehen lassen, durfte sich aber über den 18. Rang freuen. "Das ist mein zweitbestes Ergebnis in dieser Saison, damit bin ich auf jeden Fall zufrieden", sagte sie anschließend.

Freitag zufrieden mit dem Wettkampf

Selina Freitag, die bei der Junioren-WM in Lathi vor einer Woche als 27. hinter ihren eigenen Erwartungen blieb, holte wie am Vortag Weltcup-Punkte. "Nach der Junioren-WM, die für mich nicht ganz so gut ausgegangen ist, bin ich eigentlich ziemlich zufrieden, dass meine Sprünge wieder besser werden", sagte sie nach ihren 83 und 84,5 Metern. Damit verbesserte sie sich im zweiten Durchgang noch um drei Positionen und wurde 24.

Agnes Reisch verpasste nach dem Wettbewerb am Donnerstag auch am Freitag das Finale der besten 30 Springerinnen. Obwohl sie den meisten Aufwind aller Athletinnen hatte, landete sie bereits bei 78,5 Metern. Damit landete sie ganz am Ende der Rangliste.

Deutsche Top-Springerinnen in der WM-Vorbereitung

Gar nicht erst nach Rumänien gereist waren Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Carina Vogt. Sie bestreiten eine spezielle Vorbereitung auf die am kommenden Dienstag startenden Nordischen Ski-Weltmeisterschaften. In Garmisch-Partenkirchen holen sich die drei den letzten Feinschliff vor den Titelkämpfen. "Dort werden wir nochmal am feinmotorischen Gefühl arbeiten und auch die gesamte Materialabstimmung austüfteln, um so wirklich gut vorbereitet in die erste Woche der Weltmeisterschaften in Oberstdorf gehen zu können", hatte Bundestrainer Andreas Bauer im Vorfeld des Weltcups erklärt.

Österreicherin Kramer abgereist

Die Österreicherin Marita Kramer durfte nach einem Durcheinander um unklare Corona-Testergebnisse auch am Freitag nicht starten. Dies teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Freitag mit. Die 19-Jährige hatte bereits am Donnerstag wegen eines ungültigen Ergebnisses beim Test nicht springen dürfen. Nun ergab ein vom Organisationskomitee durchgeführter PCR-Test ein negatives Ergebnis, zuvor hatte es auch mehrere negative Antigentests gegeben. Kramer erhielt dennoch keine Startfreigabe von den örtlichen Gesundheitsbehörden, weil sie zuvor in Rumänien einmal positiv auf das Virus getestet worden war.

Kramer reiste deswegen ab und bereitet sich auf die Nordische Ski-WM vor. Im Gesamtweltcup verlor sie durch zwei verpasste Einzel jede Menge Punkte und war bereits am Donnerstag hinter Nika Kriznar und Sara Takanashi zurückgefallen.

rho/dpa | Stand: 19.02.2021, 11:54

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