Eisenbichler muss wieder Granerud den Vortritt lassen

Skispringen der Männer - die Siegerehrung in Engelberg Sportschau 20.12.2020 05:09 Min. Verfügbar bis 20.12.2021 Das Erste

Weltcup in Engelberg

Eisenbichler muss wieder Granerud den Vortritt lassen

Markus Eisenbichler hat sich mit einem zweiten Platz beim Weltcup in Engelberg ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht. Er musste sich dabei wieder Halvor Egner Granerud geschlagen geben.

Markus Eisenbichler hat mit Sprüngen auf 134 und 137,5 Meter seine blendende Verfassung einmal mehr unter Beweis gestellt. Nach Rang sieben im ersten Durchgang verbesserte sich der Dreifach-Weltmeister im letzten Wettkampf vor der Weihnachtspause und der anstehenden Vierschanzentournee noch auf das Podest. Besser als der Bayer war nur Halvor Egner Granerud (141,5 m / 135,5 m), der seinen unglaublichen Lauf fortsetzt. Für den Norweger war es der fünfte Weltcup-Sieg in Serie. Piotr Zyla aus Polen erwischte keinen guten zweiten Sprung (127,5 m), musste somit seine Halbzeitführung noch hergeben und wurde Dritter.

Eisenbichler "nudelt" den ersten Sprung raus

"Nach dem ersten Sprung war ich stinksauer. Der war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Den habe ich irgendwie rausgenudelt. Da habe ich mich gefragt: 'Was mache ich hier eigentlich?' Ich kam gar nicht ins Gefühl rein. Beim letzten Sprung habe ich dann einfach noch mal einen rausgehauen. Der Sprung war auf der letzten Rille, eigentlich untypisch für die Schanze. Aber ich habe meine Sprung durchgedrückt. Dass es so aufgeht und ich Zweiter werde, ist saugeil", freute sich der Zweite im Gesamtweltcup anschließend.

Skispringen in Engelberg am Sonntag - der 2. Durchgang in voller Länge Sportschau 20.12.2020 34:55 Min. Verfügbar bis 20.12.2021 Das Erste

Markus Eisenbichler

Markus Eisenbichler fliegt in Engelberg

Nun aber geht der Blick Richtung nächstes Saison-Highlight: "Jetzt werde ich noch ein bisschen Weihnachten feiern mit der Familie und der Freundin und schauen, dass ich gesund bleibe. Aber ich freue mich auf die Tournee. In Oberstdorf bin ich Deutscher Meister geworden, deswegen werde ich dort attackieren."

Paschke stellt Karrierebestwert ein

Pius Paschke wollte im ersten Sprung etwas viel und war nach 131 Metern Zehnter. Aber er setzte im Finale noch einen drauf. Ein Sprung ohne Wackler auf 133 Meter bedeuteten eine weitere Verbesserung. Ihn spülte es noch nach vorne auf Platz fünf.  

Hamann nicht 100-prozentig zufrieden

Martin Hamann zeigte einmal mehr einen ordentlichen Wettkampf. 125,5 Metern im ersten Durchgang reichten locker für die Finalteilnahme. Mit einer Verbesserung um weitere  zweieinhalb Meter machte er noch einmal einen Platz im Abschlussklassement gut und wurde 21. "Ich bin nicht 100-prozentig zufrieden, ein paar Sachen hätten besser laufen können. Aber ich will nicht jammern. Trotzdem muss ich über Weihnachten noch an ein paar Stellschrauben drehen, etwa der Landung oder der Stabilität der Sprünge"

Bundestrainer Horngacher will bei Tournee den Sieg

Stefan Horngacher, der Cheftrainer der deutschen Adler zog ein zufriedenstellendes Fazit: "Wir haben uns sehr schwer getan hier, aber dann ein gutes Ende gehabt: Sowohl der zweite Platz von Markus, als auch der wunderbare fünfte von Pius. Auch der Sprung von Martin Hamann war gut, er hat leider bei der Landung Punkte verloren. So können wir mit unseren Top-Leuten zufrieden sein, aber dahinter ist der Anschluss ist so optimal."

Mit Blick auf die am 28. Dezember startende Vierschanzentournee gab sich der Bundestrainer angriffslustig: "Wir werden in Oberstdorf noch ein Sprungtraining absolvieren und etwas an Material und Technik feilen. Das Ziel ist natürlich immer das Gleiche: Wir wollen die Tournee gewinnen. Das muss das Ziel sein, sonst brauchen wir nicht antreten. Wir hoffen, dass Karl Geiger bis dahin gesund zurückkommt. So haben wir mit Markus, Karl und Pius ein sehr starkes Team. Das wird uns helfen, eine gute Stimmung zu erzeugen. Dann haben wir auch Chancen, vorne mitzuspringen."

Skispringen in Engelberg am Sonntag - die Analyse und Stimmen Sportschau 20.12.2020 05:41 Min. Verfügbar bis 20.12.2021 Das Erste

DSV-Quartett muss im Finale zuschauen

Severin Freund und Andreas Wellinger schafften im Vergleich zum Freitag diesmal zumindest die Qualifikation, wenn auch im Fall von Wellinger als 50. nur mit Ach und Krach. Im Wettkampf sprang der Olympiasieger von der Normalschanze 2018 lediglich 117,0 Meter. Das war zu wenig fürs Finale, zwei Plätze fehlten dem 25-Jährigen. Mit zunehmender Dauer des Wettkampfes wurde der Rückenwind stärker. Severin Freund kam mit diesen Bedingungen überhaupt nicht zurecht und setzte schon bei 113,5 Metern auf.

David Siegel musste beim zweiten Durchgang ebenfalls zuschauen. Nach seiner Disqualifikation am Vortag wegen eines nicht-regelkonformen Anzugs, kam er als zweiter Springer der Konkurrenz zwar auf 121,0 Meter, bekam aber deutlich weniger Windpunkte gutschrieben und landete im Klassement hinter Wellinger. Constantin Schmid erwischte mit 116,0 Metern ebenfalls einen gebrauchten Tag und blieb klar hinter den Erwartungen zurück.

Skispringen in Engelberg am Sonntag - der 1. Durchgang in voller Länge Sportschau 20.12.2020 51:22 Min. Verfügbar bis 20.12.2021 Das Erste

Karl Geiger nach Positivtest in Isolation

Skiflug-Weltmeister Karl Geiger verpasst die Generalprobe für die Vierschanzentournee wegen eines positiven Corona-Tests. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne und ist aktuell symptomfrei.

Halvor Egner Granerud - der neue Skisprung-Star Sportschau 20.12.2020 02:27 Min. Verfügbar bis 20.12.2021 Das Erste

Die DSV-Springer wollen nach der WM auch auf der Tournee abräumen Sportschau 19.12.2020 03:24 Min. Verfügbar bis 19.12.2021 Das Erste

Stand: 20.12.2020, 16:45

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