Geiger wieder bester deutscher Springer

Skispringen - Geiger bei Kobayashi-Sieg Vierter Sportschau 16.12.2018 04:08 Min. Verfügbar bis 16.12.2019 Das Erste

Skisprung-Weltcup in Engelberg

Geiger wieder bester deutscher Springer

Beim zweiten Weltcup-Springen in Engelberg hat es für die Skiadler des DSV nicht für einen Podestplatz gereicht. Der Sieger des Vortages, Karl Geiger, war aber nah dran. Den Sieg holte der Japaner Ryoyu Kobayashi.

Nach seinem vierten Saisonsieg fährt Ryoyu Kobayashi als Topfavorit zur Vierschanzentournee. Der 22-Jährige gewann am Sonntag (16.12.2018) mit Sprüngen auf 144 und 137 Meter und baute seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus. Mit seinem ersten Sprung hatte Kobayashi sogar den Schanzenrekord von Domen Prevc eingestellt. Hinter dem Japaner landeten mit Pjotr Zyla und Kamil Stoch zwei Polen auf den Plätzen zwei und drei.

Geiger: "Ein grandioses Wochenende"

Die DSV-Springer schafften es einen Tag nach dem ersten Weltcup-Sieg von Karl Geiger (Oberstdorf) nicht aufs Podest. Geiger wurde als Vierter erneut bester Deutscher. Auch die Tatsache, dass am Ende nur ein halber Meter zum Podestplatz fehlte, ärgerte den 25-Jährigen nicht wirklich: "Insgesamt war es ein grandioses Wochenende. Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf Weihnachten."

Auch Markus Eisenbichler auf Rang sechs und Stephan Leyhe (Willingen) als Elfter überzeugten. Bundestrainer Werner Schuster freute sich, dass Eisenbichler "endlich ein richtig guter Wettkampf gelungen ist." Am Samstag hatte er den zweiten Durchgang noch verpasst. Am Sonntag setzte der Siegsdorfer zwei solide Sprünge in den Schnee (135/137 Meter) und schob sich im Finaldurchgang noch von Rang zehn auf sechs nach vorn. Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) musste sich mit Platz 24 zufrieden geben und sucht weiter nach seiner Tourneeform. David Siegel (Baiersbronn) wurde am Ende 25.

Freund kommt nicht in Schwung

Severin Freund verpatzte die Generalprobe für die Vierschanzentournee gründlich. Nach seinem 50. Platz am Samstag kam er am Sonntag in Engelberg nicht über Rang 47 hinaus und verpasste damit erneut den zweiten Durchgang deutlich. Freund ist damit weiter auf der Suche nach seiner Form. Bei seiner Rückkehr nach zwei Kreuzbandrissen hat er noch kein Top-Ergebnis einfahren können. Der 30-Jährige wirkte etwas ratlos: "So ist es manchmal im Leben und so ist es manchmal auch im Skispringen. Es kann manchmal sehr blöd sein und sehr bitter." Bundestrainer Werner Schuster hatte Freund am Samstagabend nur eine Einsatzgarantie für die ersten beiden Tournee-Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ausgesprochen.

Freitag fehlt mit Hüftproblemen

Richard Freitag verzichtete wegen Hüftproblemen auf den letzten Skisprung-Weltcup vor der Vierschanzentournee. Der Deutsche Skiverband (DSV) erklärte, das sei auch eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Teilnahme an der am 30. Dezember in Oberstdorf beginnenden Tournee nicht zu gefährden. Freitag war vor knapp einem Jahr in Innsbruck gestürzt und auf die Hüfte gefallen. Erst vor zwei Wochen war der 27-jährige Sachse im russischen Nischni Tagil erneut bei der Landung gestürzt. Nach einem Trainingssprung in Engelberg am Samstag hatte er mit starken Schmerzen zu kämpfen. "Er hat sich bei der Landung etwas verrissen, wir wissen noch nicht, wie das weitergeht", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Thema in: B5 Sport, 16.12.2018, 18.15 Uhr

ake/sid | Stand: 16.12.2018, 16:32

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