Deutsche Skispringer beim Saisonauftakt nur auf Platz fünf

Deutsche Skispringer verpassen Podest bei Weltcup-Auftakt Sportschau 23.11.2019 00:55 Min. Verfügbar bis 23.11.2020 Das Erste

Weltcup-Auftakt der Skispringer

Deutsche Skispringer beim Saisonauftakt nur auf Platz fünf

Die deutschen Skispringer haben beim Saisonauftakt im polnischen Wisla einen Podestplatz verpasst. Im Teamspringen mussten sich Karl Geiger & Co. mit Platz fünf begnügen. Der erste Saisonsieg ging an Österreich.

Wie schon in der Qualifikation am Freitagabend (22.11.2019) war es der Oberstdorfer Karl Geiger, der im deutschen Team im ersten Durchgang die Maßstäbe setzte. Mit 130 Metern flog er deutlich weiter als die drei weiteren DSV-Springer Richard Freitag (121,5 Meter), Markus Eisenbichler (123,5) und Stephan Leyhe (121,0).

Deutschland hatte mit 493,7 Punkten das Podest im Blick. Nur knapp lag das Quartett hinter den drittplatzierten Slowenen (493,7). An der Spitze deutete sich aber zur Halbzeit schon ein Zweikampf um den ersten Weltcupsieg des Winters zwischen Gastgeber Polen (522,4) und Österreich (511,3) an.

Doch der Zweikampf wurde schnell ein Solo zum Sieg für die Österreicher. Weil mit Piot Zyla gleich Polens erster Springer im zweiten Durchgang patzte - nur 117 Meter -, setzten sich die Österreicher an die Spitze. Auch Polens zweiter Springer Jakub Wolny landete früh (119) - schon die Vorentscheidung, weil die Österreicher Philipp Aschenwald und Daniel Huber top performten und jeweils die 130-Meter-Marke knackten.

Am Ende gewannen die Österreicher das erste Weltcupspringen des Winters deutlich mit 1018,2 Punkten vor den Norwegern (995,7 Punkte), die ebenfalls noch an den am Ende drittplatzierten Polen (990,9) vorbeizogen.

Keine deutsche Aufholjagd

Und Deutschland? Freitag auf 122 Meter, Eisenbichler auf 122,5 Meter - Deutschland rutschte auf Platz fünf ab. Zum Podest fehlten vor den letzten beiden Springern schon 16,8 Punkte. Auch Leyhe (123,5 Meter) und Geiger (120 Meter) konnten keine Akzente mehr setzen. Die Team-Weltmeister beendeten den ersten Weltcup des Winters auf Platz fünf, mit 972,6 Punkten 18,3 Punkte hinter den Podestplätzen.

"Wir haben heute zu viele Fehler gemacht. Die Dichte ist wahnsinnig hoch, man braucht acht gute Sprünge", sagte der neue deutsche Cheftrainer Stefan Horngacher im ZDF. "Ich bin dennoch nicht unzufrieden, im Sommer waren wir noch weiter weg. Und wir haben mit Karl einen Springer, der ganz vorne mitspringen kann." Der hat schon am Sonntag (24.11.2019) die Möglichkeit, das im ersten Einzelwettbewerb nachzuweisen.

Überflieger Eisenbichler noch auf Formsuche

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"Ich habe mich noch runtergerettet. Aber das reicht nicht, um vorne anzugreifen. Das muss man so hinnehmen, das ist oft in Wisla so", sagte Markus Eisenbichler, der Überflieger der vergangenen Saison. Richard Freitag analysierte: "Es fehlt ein bisschen das Flüggefühl. Ich bin einfach nicht in den Flug reingekommen. Manchmal geht es halt nicht, das ist ärgerlich."

br | Stand: 23.11.2019, 17:55

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