Springt Geiger doch noch zum Tournee-Sieg?

Karl Geiger und sein Tourneefluch Sportschau 05.01.2020 02:35 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

Entscheidung in Bischofshofen

Springt Geiger doch noch zum Tournee-Sieg?

Nach drei der vier Springen bei der 68. Vierschanzentournee führt der Pole Dawid Kubacki vor dem norwegischen Überflieger Marius Lindvik. Auf dem dritten Rang - 13,3 Punkte zurück - lauert der kämpferische Oberstdorfer Karl Geiger.

Nach seinem achten Rang in Innsbruck sagte der 26-Jährige mit Blick auf das heutige Finale (17:15 Uhr live im TV, Stream und Ticker): "Bischofshofen ist eine andere Schanze, und da werden wir wieder angreifen. Ich werde alles riskieren." Trotz des Rückstandes glaubt er zudem an den ersten deutschen Tourneesieg seit Sven Hannawald 2002: "Es ist möglich und die Form stimmt: Das nehme ich jetzt mit."

Spannung wie lange nicht mehr

Der Kampf um die Adler-Trophäe für den Gesamtsieger ist in diesem Jahr so eng wie lange nicht. Zwischen Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi aus Japan, Geiger, Kubacki und Lindvik steht ein Vierkampf an. Der Pole hat die besten Chancen. Umgerechnet fünf Meter hinter ihm liegt der norwegische Garmisch- und Innsbruck-Sieger Marius Lindvik. Geiger fehlen etwa sieben Meter auf die Spitze, ganz knapp hinter dem Oberstdorfer lauert Kobayashi.

Karl Geiger in Innsbruck

Karl Geiger in Innsbruck

"Wir geben noch nicht auf"

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich vor der Abreise nach Bischofshofen ebenfalls kämpferisch: "Wir geben noch nicht auf." Der 50 Jahre alte Österreicher strahlte auch vor dem großen Finale seine gewohnte Ruhe aus: "Wir schauen von Sprung zu Sprung", wiederholte Horngacher weiter sein Tournee-Mantra. Was die Konkurrenten machen sei ihm "eigentlich relativ egal. Ich muss schauen, dass der Karl im richtigen Zustand ist."

Qualifikation "war nur zum Warmwerden"

Viermal sprang Geiger in diesem Winter bereits aufs Podium. Damit es mit dem Gesamtsieg doch noch klappen kann, müsste er das auch auf der Paul-Außerleitner-Schanze schaffen. In der Qualifikation am Sonntag (05.01.) reichte es nur zu 128 Metern. Seine drei Kontrahenten sprangen weiter. Bundestrainer Horngacher ließ das aber kalt: "War nicht ganz optimal vom Karl. Aber wir wissen, was er machen muss. Wir werden das in Ruhe am Abend im Video analysieren." Auch Geiger selbst zeigte sicher locker: "Das war nicht so der Hit. Bin wohl jeden Sprung zu früh gewesen. Aber das war nur zum Warmwerden, morgen zählt’s dann."

Horngacher traut Geiger in Bischofshofen alles zu: "Schanze wird ihm am besten liegen" Sportschau 05.01.2020 02:05 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

mlö/dpa | Stand: 06.01.2020, 08:01

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