Vierschanzentournee - Termine, Orte, Favoriten

Vierschanzen-Tournee

Vierschanzentournee

Vierschanzentournee - Termine, Orte, Favoriten

Die Internationale Vierschanzentournee ist jedes Jahr einer der Höhepunkte im Skisprung-Weltcup. Wegen der Corona-Pandemie sind bei der 69. Auflage keine Fans zugelassen. Die Topfavoriten kommen aus Norwegen, Polen und Deutschland.

Am 28. Dezember beginnt mit der Qualifikation auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf die 69. Internationale Vierschanzentournee. Neben der Skiflug-WM und der Nordischen Ski-WM ist diese Veranstaltung seit Jahrzehnten einer der Saisonhöhepunkte für die Athleten. Nur wer auf allen vier Schanzen - zwei in Deutschland, zwei in Österreich - konstant gut springt, kann sich am Ende in die Siegerliste eintragen.

Alle Daten und Termine der Vierschanzentournee

1. Station: Schattenbergschanze, Oberstdorf

Skisprunganlage "Schattenbergschanze" in Oberstdorf

Skisprunganlage "Schattenbergschanze" in Oberstdorf

Erbaut: 2003
Turmhöhe: 44 Meter
Hillsize: 137 Meter
Schanzenrekord: 143,5 Meter (Sigurd Pettersen)

28. Dezember 2020, 16.30 Uhr: Qualifikation
29. Dezember 2020, 15.00 Uhr: Finale

Oberstdorf - Gradmesser der Tournee. Hier kann man die Tournee nicht gewinnen - aber schon verlieren. Die mentale Verfassung wird wichtig sein zum Tournee-Auftakt. Die Deutschen haben im Sommer vor allem hier trainiert. Die DSV-Adler dürften also bestens präpariert sein

Keine Fans bei der Vierschanzentournee: Vorfreude getrübt

Sportschau 28.12.2020 02:41 Min. Verfügbar bis 28.12.2021 Das Erste


2. Station: Große Olympiaschanze, Garmisch-Partenkirchen

Die neue Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen

Erbaut: 1936 / Neu gebaut: 2007
Turmhöhe: 38 Meter
Hillsize: 125 Meter
Schanzenrekord: 143,5 Meter (Marius Lindvik uns Simon Ammann)

31. Dezember 2020, 14.00 Uhr: Qualifikation
1. Januar 2021, 14.00 Uhr: Finale des Neujahrsspringens

Die Große Olympiaschanze gilt als die am wenigsten windanfällige Schanze. Sie gefällt nicht allen Springern. Für Karl Geiger war Garmisch-Patenkirchen lange Zeit eine ungeliebte Schanze. Er machte Frieden mit ihr nach seinem 2. Platz im Neujahrsspringen 2020. "Vor einigen Jahren hatte ich da noch richtig Probleme. Die Schanze hat einen eigenen Radius, der ist ein bisschen knackiger. Aber im Sommer hatte ich dort einen sehr guten Lehrgang.“

3. Station: Bergisel-Schanze, Innsbruck

Die Bergiselschanze in Innsbruck

Die Bergiselschanze in Innsbruck

Erbaut: 1964 / Umbau: 2001
Turmhöhe: 50 Meter
Hillsize: 130 Meter
Schanzenrekord: 138,0 Meter (Michael Hayböck)

2. Januar 2021, 13.30 Uhr: Qualifikation
3. Januar 2021, 13.30 Uhr: Finale

Innsbruck gilt als besonders windanfällig. Besonders ein immer wieder auftauchender Föhn macht den Springern zu schaffen. Der Föhnwind kommt vor allem am frühen Nachmittag, wenn die Springen stattfinden. Da die internationalen TV-Zeiten fest vereinbart sind, ist kein Wechsel auf den Vormittag möglich - für ein Nachtspringen fehlt Flutlicht. Deshalb kommt es manchmal vor, dass nur ein Sprung gemacht wird, so wie u.a. 2014 und 2017. 2008 folgte sogar eine Komplettabsage – und aus der Vier- wurde eine Dreischanzentournee.

Innsbruck hat einen Gegenhang nach dem Landen: Bei der Ski-WM 2019 haben sich zweimal Ski gelöst und sind über den Gegenhang Richtung Innsbruck geflogen. Beim Springen blicken die Sportler auf den Friedhof in Innsbruck. Die Bergisel-Schanze ist die kleinste der vier Tourneeschanzen. Der frühere Bundesterainer Schuster meint: "Man muss sehr präzise springen. Kleinste Fehler können fatale Auswirkungen haben.“

4. Station: Paul-Außerleitner-Schanze, Bischofshofen

Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen

Die Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen

Erbaut: 1941 / Umbau: 2003
Turmhöhe: 52 Meter
Hillsize: 142 Meter
Schanzenrekord: 145,0 Meter (Dawid Kubacki)

5. Januar 2021, 16.30 Uhr: Qualifikation
6. Januar 2021, 16.45 Uhr: Finale

Bischofshofen hat einen längeren Schanzentisch als die anderen Schanzen - größere Springer mit längeren Beinen bevorzugen dies. Der Schanzentisch wurde aber etwas zurückgesetzt. Einzige Schanze der Tournee mit Natureisspur.

Die Favoriten der 69. Vierschanzentournee

Die Tourneefavoriten kommen in diesem Jahr aus Norwegen, Polen und Deutschland. Der Norweger Halvor Egner Granerud hat die jüngsten fünf Weltcup-Springen gewonnen und geht als Führender im Gesamt-Weltcup als Topfavorit in die Tournee.

Die besten Chancen, ihm in die Suppe zu spucken, werden den beiden Topspringern Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und Karl Geiger (Oberstdorf) eingeräumt.

Als Titelverteidiger muss man auch den Polen Dawid Kubacki auf der Rechnung haben, auch wenn er zuletzt unter seinen Möglichkeiten blieb. Auch Kubackis Landsleuten Kamil Stoch und Piotr Zyla, den Norwegern Marius Lindvik und Robert Johansson, derzeit Dritter im Gesamt-Weltcup, sowie Stefan Kraft (Österreich) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi, der die Tournee 2018 gewann, ist zuzutrauen, dass sie um den Tourneesieg mitspringen können.

wp, dh, red | Stand: 23.12.2020, 15:29

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