Bundestrainer Schuster sieht "Riesensubstanz"

Werner Schuster

Vor dem Tourneestart

Bundestrainer Schuster sieht "Riesensubstanz"

Vor dem Start der Vierschanzentournee hat Bundestrainer Werner Schuster Optimismus verbreitet. Im Mittelpunkt der deutschen Skispringer steht ein völlig entspannter Lokalmatador: Karl Geiger.

Mit einer starken Breite zum seit 17 Jahren heiß ersehnten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee? Bundestrainer Schuster sieht sein Team vor dem Auftaktspringen am 30. Dezember (Qualifikation im Ticker am 29.12. ab 16:30 Uhr) gut aufgestellt. "Wir haben eine Riesensubstanz in unserem Team. Wir wollen mutig und frech agieren, unsere Chancen nutzen. Von der Unterstützung unserer Fans können sich die Aktiven tragen lassen“, sagte der Österreicher bei der Auftaktpressekonferenz in Oberstdorf am Freitag (28.12.2018).

Karl Geiger "ziemlich entspannt"

Mit Karl Geiger und Stephan Leyhe hat der Österreicher, der in seine elfte Tournee als DSV-Coach geht, zwei heiße Eisen im Feuer. Dazu kommen mit Andreas Wellinger, Richard Freitag und Markus Eisenbichler drei Springer, die für vordere Platzierungen immer gut sind. Im Mittelpunkt des deutschen Interesses steht spätestens nach seinem Sieg in Engelberg Lokalmatador Geiger, der aber erklärte: "Ich bin ziemlich entspannt. Die Aufmerksamkeit ist ein bisschen auf mich gewandert, das habe ich so auch noch nicht gekannt. Es ist aber nicht so, dass ich mir einen großen Druck auferlege.“ Freitag, der nach einem Sturz vor zwei Wochen Hüftprobleme hatte, gab sich betont locker. Die Probleme hätten sich gelegt, erklärte er. Nach Physiotherapie und Bewegungstraining sei er soweit, dass er sagen könne: "Es kann losgehen."

Vierschanzentournee - Greifen nach dem goldenen Adler Morgenmagazin 28.12.2018 01:42 Min. Verfügbar bis 28.12.2019 Das Erste

Kein Freibrief für Severin Freund

Severin Freund

Schwere Zeiten für Severin Freund

Freund, der Weltmeister von 2015, muss dagegen ein vorzeitiges Aus bei der Tournee befürchten. Bundestrainer Schuster drohte bei schwachen Leistungen mit einem Ende bei Tournee-Halbzeit. "Es muss leistungsmäßig gerechtfertigt sein, dass Severin weiterfährt. Sonst fährt er nicht weiter. Das geht ganz klar nach Leistung“, so Schuster. Das deutsche Team geht mit 13 Startern in die Qualifikation für das Auftaktspringen. Nach dem Neujahrsspringen muss der Bundestrainer die Mannschaft auf sieben Springer reduzieren. Nach zwei Kreuzbandrissen und zwei Jahren Pause ist Freund in dieser Saison noch nicht in der Weltspitze angekommen.

Längere Pause als Vorteil

Die zweiwöchige Pause nach den Springen von Engelberg sieht Schuster eher als Vorteil. "Wir konnten noch einmal wirklich ein paar freie Sprünge machen. Die Pause hat uns allen gut getan“, sagte Schuster. Das DSV-Team hatte sich vor Weihnachten mit einem Sprung-Lehrgang in Lillehammer vorbereitet.

rei/dpa/sid | Stand: 28.12.2018, 16:28

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