Vierschanzentournee - Rekorde und Pechvögel

Janne Ahonen nach seinem Tourneesieg 2007/2008

Vierschanzentournee

Vierschanzentournee - Rekorde und Pechvögel

Eins wird sich nach der 69. Vierschanzentournee nicht ändern: Der fünfmalige Tourneesieger Janne Ahonen wird seinen Rekord behalten. Andere Bestmarken könnten geknackt werden. Eine Übersicht.

Janne Ahonen triumphierte gleich fünfmal bei der Tournee: 1998/99, 2002/03, 2004/05, 2005/06 und 2007/08 war der Finne nicht zu schlagen - und diesen Rekord wird er noch eine Weile behalten. Mit vier Gesamtsiegen liegt Jens Weißflog in der ewigen Bestenliste auf Platz zwei. Von den aktiven Springern kommen Kamil Stoch (Polen) und Gregor Schlierenzauer (Österreich) auf bisher "nur" zwei Gesamtsiege.

Nach Ländern liegen mit je 16 Siegen Deutschland (mit DDR), Österreich und Finnland gleichauf an der Spitze. Norwegen folgt mit zehn Erfolgen auf Platz vier. Die Finnen verfügen derzeit über keinen Weltklassespringer. Gut möglich also, dass Österreich oder Deutschland die alleinige Führung in dieser Kategorie übernehmen.

Drei Springer schafften den "Grand Slam"

Sven Hannawald nach seinem Tourneesieg 2002

Sven Hannawald nach seinem Tourneesieg 2002

Als Sven Hannwald im Winter 2001/2002 als erster Springer in der Geschichte der Tournee alle vier Einzelspringen gewann, dachte man, dies sei ein Rekord für die Ewigkeit. Doch nach dem Umbau aller vier Anlagen haben sich die Schanzenprofile angeglichen, sodass es nun nicht mehr unmöglich war, vier Springen zu dominieren. Und so muss sich Hannawald - übrigens der bisher letzte deutsche Gesamtsieger - den Rekord inzwischen mit dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi (2018/19) teilen.

Auch Pechvögel gab es in der 69-jährigen Geschichte der Veranstaltung: Gleich viermal gewann ein Springer drei der vier Einzelspringen, ohne dass es am Ende zum Tourneesieg reichte: Für Ingolf Mork (Norwegen) 1970/71, Yukio Kasaya (Japan) 1971/72, Karl Schnabl (Österreich) 1974/75 und Toni Innauer (Österreich) 1975/76 reichten die Punkte trotz dreier Einzelsiege nicht.

Weißflog und Wirkola mit den meisten Einzelsiegen - Kasai forever

Die meisten Einzelsiege, nämlich zehn an der Zahl, durften Jens Weißflog und der dreimalige Tourneesieger Björn Wirkola aus Norwegen bejubeln. Janne Ahonen und Gregor Schlierenzauer folgen in dieser Kategorie mit je neun Siegen knapp dahinter. Die meisten Tourneeteilnahmen kann - wie sollte es auch anders sein - Noriaki Kasai vorweisen. 24 Mal startete der Japaner bei der Veranstaltung. Im vergangenen Winter verpasste er erstmals die teaminterne Qualifikation.

Peter Prevc hält höchste Punktzahl - Weitester Sprung von Kubacki

Die höchste Punktzahl in der Geschichte erreichte bei seinem Gesamtsieg im Winter 2015/2016 der Slowene Peter Prevc. Seine 1.139,4 Punkte sind seitdem unerreicht. Den nach Punkten größten Vorsprung sprang 2000/2001 der Pole Adam Malysz heraus. Sein Vorsprung auf Janne Ahonen in der Gesamtwertung betrug 104,4 Punkte.

Auch der aktuelle Titelverteidiger Dawid Kubacki (Polen) hält einen Tourneerekord: Sein Sprung auf 145,0 Meter in Bischofshofen vor zwei Jahren ist bis heute der weiteste gemessene Satz bei der Vierschanzentournee. Mit 143,5 Metern folgen Sigurd Pettersen (Norwegen) in Oberstdorf sowie Simon Ammann (Schweiz) und Marius Lindvik (Norwegen) in Garmisch-Partenkirchen.

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Bartels: Das spricht für Geiger und Eisenbichler bei der Vierschanzentournee Sportschau 21.12.2020 01:05 Min. Verfügbar bis 21.12.2021 Das Erste

Vierschanzentournee: Hannawald traut Eisenbichler viel zu Sportschau 21.12.2020 00:55 Min. Verfügbar bis 21.12.2021 Das Erste

wp/sid/dpa | Stand: 26.12.2020, 17:20

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Halvor Egner Granerud956
2.Markus Eisenbichler716
3.Kamil Stoch646
4.Dawid Kubacki489
5.Piotr Zyla469
Darstellung: