Eisenbichler fliegt in Innsbruck-Qualifikation weit hinterher

Vierschanzentournee - die Qualifikation aus Innsbruck Sportschau 03.01.2019 01:06:58 Std. Verfügbar bis 03.01.2020 Das Erste

Vierschanzentournee in Innsbruck

Eisenbichler fliegt in Innsbruck-Qualifikation weit hinterher

Ryoyu Kobayashi fliegt weiter souverän vorneweg, Markus Eisenbichler muss den ersten Dämpfer der Vierschanzentournee hinnehmen. Der Bayer überstand in Innsbruck zwar die Qualifikation, überzeugen konnte er aber nicht

Der deutsche Hoffnungsträger Eisenbichler, aktuell Zweiter in der Gesamtwertung der Tournee, verpatzte die Generalprobe für das dritte Springen in Innsbruck. Der Siegsdorfer flog nur auf 116 Meter. Zwar qualifizierte er sich als 32. für das Springen am Freitag (04.01.19, Livestream und Ticker ab 14.00 Uhr bei Sportschau.de). Zufrieden kann der Bayer, der bei der Tournee bisher so souverän aufgetreten war, damit aber nicht sein.

"Jetzt habe ich mal einen verhaut", sagte Eisenbichler nach dem missglückten Sprung dennoch gelassen. Schon im Flug musste er mit den Armen korrigieren. "Es war keine Granate, aber es war nur die Quali, Gott sei Dank", sagte der 27-Jährige: "Abhaken, den Sprung." Die Punkte aus der Qualifikation fließen nicht in die Gesamtwertung der Vierschanzentournee ein.

Eisenbichler - "Habe jetzt einen verhaut" Sportschau 03.01.2019 01:44 Min. Verfügbar bis 03.01.2020 Das Erste

Kobayashi: Dritte Tournee-Quali, zweiter Sieg

Eisenbichlers härtester Kontrahent im Kampf um den Tourneesieg überzeugte dagegen einmal mehr: Mit 126,5 Metern gewann der gesamtführende Japaner Kobayashi die Qualifikation souverän vor dem Tschechen Roman Koudelka (124,5 Meter) und dem Norweger Johann André Forfang, der mit 127,5 Metern für den weitesten Sprung der Qualifikation sorgte. Kobayashi gewann seine zweite Qualifikation bei der bisherigen Tournee und konnte die bisherigen beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewinnen.

Alle sieben DSV-Springer weiter

Bester Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) in der Qualifikation war der Oberstdorfer Karl Geiger, der mit guten 124 Metern auf Platz sechs landete. Der Willinger Stephan Leyhe wurde mit 123,5 Metern Achter. Richard Freitag von der SG Aue kam mit einem 119-Meter-Sprung auf Rang zwölf.

Neben Leyhe, Geiger, Freitag und Eisenbichler sind auch Constantin Schmid vom WSV Oberaudorf (116 Meter, Platz 30) und David Siegel vom SV Baiersbronn (110 Meter, punktgleich mit Eisenbichler auf Platz 32) im dritten Tourneespringen dabei.

Olympiasieger Wellinger weiter auf Formsuche

Olympiasieger Andreas Wellinger (SC Ruhpolding), der in den beiden ersten Springen der Tournee jeweils den zweiten Durchgang verpasst hatte, musste sich auch in Innsbruck quälen. Mit einem 110-Meter-Sprung überstand er als 47. gerade so die Qualifikation.

Die K.o.-Duelle der deutschen Springer in Innsbruck

1. Springer2. Springer
Constantin SchmidRobert Johansson (NOR)
Markus EisenbichlerPhilipp Aschenwald (AUT)
David SiegelJunshiro Kobayashi (JPN)
Kevin Bickner (USA)Richard Freitag
Sergej Tkatschenko (KAZ)Stephan Leyhe
Viktor Polasek (CZE)Karl Geiger
Andreas WellingerDaniel Huber (AUT)

Schreckmoment im ersten Probedurchgang

Für Aufregung am Bergisel sorgte der kasachische Skispringer Sabyrschan Muminow im Training am Morgen. Der 24-Jährige konnte nach seinem Sprung nicht rechtzeitig bremsen, krachte am Ende des Gegenhangs in die Werbebande und flog über diese hinweg. Muminow stand nach kurzer Zeit aber wieder auf, offenbar ohne ernsthafte Verletzung. Auf den zweiten Probedurchgang verzichtete er, in der Qualifikation trat er wieder an. Obwohl er mit 92,5 Metern die Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee deutlich verpasste, bejubelte er seinen heil überstandenen Sprung mit erhobenen Armen.

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br/sid/dpa | Stand: 03.01.2019, 15:50

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