Die Skispringen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen müssen nun doch ohne Zuschauer stattfinden.

Wintersport | Skispringen Beide Tournee-Skispringen in Deutschland ohne Fans

Stand: 06.12.2021 20:57 Uhr

Die beiden Wettkämpfe der 70. Vierschanzentournee an den deutschen Skisprung-Standorten Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar 2022) finden wegen der angespannten Corona-Situation nun doch ohne Zuschauer statt.

Deshalb nehmen die Organisationskomitees "ab sofort Tickets zurück und erstatten den vollen Kaufpreis", heißt es in einer Erklärung der Tournee-Veranstalter vom Montag (06.12.2021). "Die neue Verordnung der bayerischen Staatsregierung lässt uns leider keinen Spielraum. Das ist schade, denn wir hatten extra ein hervorragendes Schutzkonzept entwickelt", sagte Florian Stern, Geschäftsführer der Skiclub Oberstdorf Veranstaltungs GmbH.

Die Springen der Vierschanzentournee zählten definitiv zum Profisport, dementsprechend müssten sie ohne Zuschauer stattfinden, ergänzte der Verantwortliche für das Auftaktspringen.

Geiger: "Natürlich sehr, sehr schade"

Groß ist die Enttäuschung darüber bei den Sportlern. "Dass wir bei der Tournee erneut vor leeren Rängen springen, ist natürlich sehr, sehr schade. Gerade als Oberstdorfer weiß ich, wie sehr ein volles Stadion zusätzlich pushen und motivieren kann", sagte Karl Geiger (28), der den Gesamtweltcup anführt, der "Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung".

"Die Stimmung in den vollen Stadien bei der Tournee gehört mit zu den schönsten Tagen, die Aktive und wir Trainer im Jahr erleben dürfen. Daher ist es sehr bedauerlich, wenn auch in diesem Jahr die Ränge pandemiebedingt leer bleiben", sagte DSV-Cheftrainer Stefan Horngacher dem Blatt.

Schnelle Reaktion auf eventuelle Lockerungen

Sollten sich die Restriktionen in Bayern in den nächsten drei Wochen wieder lockern, wollen die Organisatoren schnell reagieren. "Damit rechnen wir derzeit zwar nicht. Aber wir sind natürlich sehr flexibel und könnten innerhalb weniger Stunden erneut den Ticketverkauf starten", sagte Michael Maurer, Vorsitzender des Skiclubs Partenkirchen und OK-Chef des Neujahrsspringens.

Ob die Skisprungfans auch bei den weiteren Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) draußen bleiben müssen, hänge von der Entscheidung der Regierung in Österreich ab.