Karl Geiger Zweiter beim Neujahrsspringen

Geiger Zweiter beim Neujahrsspringen Sportschau 01.01.2020 01:25 Min. Verfügbar bis 01.01.2021 Das Erste

Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen

Karl Geiger Zweiter beim Neujahrsspringen

Karl Geiger wahrt seine Chancen auf den Sieg bei der Vierschanzentournee. Der Oberstdorfer landete beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen auf Platz zwei und verkürzte den Rückstand auf den Gesamtführenden Ryoyu Kobayashi. Der Sieg am Neujahrstag ging an den Norweger Marius Lindvik mit Schanzenrekord.

Schon im ersten Durchgang deutete sich an, dass die Top drei des ersten Tournee-Springens in Oberstdorf auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen die Podestplätze fest im Blick haben. Der Pole Dawid Kubacki, Dritter in Oberstdorf, segelte mit satten 137 Metern auf Platz zwei. Dahinter hatten sich mit jeweils 132 Metern Karl Geiger und der Tournee-Führende Ryoyu Kobayashi in Position gebracht.

Schanzenrekord im ersten Durchgang

In Führung zur Halbzeit überraschend der Norweger Marius Lindvik mit einem Ausnahmesprung: Der 21-Jährige stellte mit 143,5 Metern den zehn Jahre alten Schanzenrekord des Schweizers Simon Ammann ein.

Im zweiten Durchgang lieferten sich die ersten Vier einen spektakulären Showdown. Kobayashi legte 141 Meter vor - der Tournee-Spitzenreiter mit einem deutlichen Signal an die Konkurrenz. Doch Verfolger Geiger blieb cool: 141,5 Meter. Und wesentlich wichtiger: In der Gesamtwertung rückte er 2,9 Punkte näher an den Japaner heran. "Unglaublich", sagte Geiger nach dem zweiten Durchgang: "Das war ein perfekter Start ins neue Jahr."

"Der Flug hat sich supergut angefühlt, war cool. Ich hatte nach Kobayashis Sprung gehört, dass es laut war, dass er also weit war. Also dachte ich mir, jetzt klopfe ich auch einen raus", so Geiger weiter. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher war zufrieden: "Da kann man ihm nur gratulieren, wie er das momentan alles managt."

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Karl Geiger: "Perfekter Start ins neue Jahr" Sportschau 01.01.2020 01:05 Min. Verfügbar bis 01.01.2021 Das Erste

Erster Weltcupsieg für Norweger Lindvik

Auch Kubacki wollte da natürlich mitfliegen. Mit 139,5 Metern reihte sich der Pole zwischen Geiger und Kobayashi ein. Und Lindivik, der Überflieger aus Durchgang eins? Der Jungstar und Geheimfavorit sprang abgezockt wie ein Routinier. Mit einem 136-Meter-Sprung sicherte er sich am Neujahrstag den ersten Weltcupsieg seiner Karriere vor Geiger und dem drittplatzierten Kubacki. Zudem kletterte er in der Tournee-Gesamtwertung vom zehnten auf den vierten Platz.

Marius Lindvik

Marius Lindvik

Fünf Deutsche im Finaldurchgang

Nach dem ersten Durchgang ebenfalls noch mit Podestchancen: Constantin Schmid (134,5 Meter) als Sechster. Stephan Leyhe (131,0 Meter, 12.) und Markus Eisenbichler (129 Meter, 14.) hatten zumindest noch die Top Ten im Blick. Auch Pius Paschke (131,5 Meter, 20.) war im zweiten Durchgang dabei, der Deutsche Skiverband (DSV) also mit einem Quintett im Finale der besten 30.

Das verlief bei teilweise schwierigen Bedingungen auch für die DSV-Adler recht unterschiedlich: Während sich Schmid und Eisenbichler (jeweils 134,5 Meter) am Ende auf den Plätzen sieben und zehn einreihten, konnten sich Leyhe und Paschke (jeweils 132 Meter) nicht steigern und landeten auf den Rängen 16 und 20.

Markus Eisenbichler - "Hoffe, dass mir Karl nicht alles nachmacht" Sportschau 01.01.2020 01:44 Min. Verfügbar bis 01.01.2021 Das Erste

Vier DSV-Springer verpassen zweiten Durchgang - Baer darf weiterspringen

Martin Hamann (128 Meter), Philipp Raimund (125,0 Meter), Luca Roth (123,5 Meter) und Moritz Baer (115 Meter) verpassten den Finaldurchgang. Von diesem Quartett bleibt nur Baer auch bei den nächsten beiden Springen im Aufgebot des Deutschen Skiverbands. Vor dem dritten Springen muss Bundestrainer Horngacher seinen Kader auf sechs Athleten reduzieren - neben den fünf Punktespringern von Garmisch-Partenkirchen darf auch Baer bei der Tournee weitermachen.

"Moritz ist die ganze Zeit in der Mannschaft gewesen, er hat da gute Ergebnisse gemacht. Auch wenn er hier bei der Tournee bislang nicht so gut ist, bleibt er im Team", sagte Horngacher. In der Tournee-Gesamtwertung liegt Luca Roth vier Plätze vor Baer.

beb/dpa/sid | Stand: 01.01.2020, 16:35

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