Geiger darf weiter von Tournee-Sieg träumen

Karl Geiger

Nach Aufholjagd beim Neujahrsspringen

Geiger darf weiter von Tournee-Sieg träumen

Der Traum vom Tournee-Sieg lebt: Zwar schaffte es Karl Geiger beim Neujahrsspringen nicht auf das Podest, trotzdem hat er noch alle Chancen auf den Gesamtsieg. Sein Rückstand auf den Führenden Halvor Egner Granerud beträgt nur vier Punkte.

Nach dem ersten Durchgang beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sah es noch ganz danach aus, als wäre der Traum vom Tournee-Sieg für Karl Geiger vorbei. Doch nach einem 14. Platz rettete er sich noch auf den fünften Rang. "Dass es noch so weit nach vorne geht, das hätte ich nicht mehr gedacht", sagte Geiger nach dem unverhofften Happy-End eines schwierigen Tages in Garmisch-Partenkirchen.

Zwar hat der Oberstdorf-Sieger seine Gesamtführung an den in Partenkirchen Zweitplatzierten Halvor Egner Granerud verloren, sein Rückstand beträgt aber nur vier Punkte. Geiger reist mit allen Chancen auf den ersten Gesamtsieg seit Sven Hannawald vor 19 Jahren zur dritten Tournee-Station nach Innsbruck.

Geiger und Eisenbichler positiv gestimmt: "Sind in Schlagdistanz" Sportschau 01.01.2021 02:40 Min. Verfügbar bis 01.01.2022 Das Erste

Bergisel - Glücks- oder Schicksalsberg für die DSV-Adler?

An die Bergisel-Schanze haben die deutschen Ski-Adler beste Erinnerungen. Bei den Weltmeisterschaften 2019 holte Markus Eisenbichler von der Großschanze Gold, Geiger wurde Vize-Weltmeister. Und auch im Teamwettbewerb waren die deutschen Skispringer erfolgreich. Doch die Schanze wurde deutschen Tourneefavoriten auch schon zum Verhängnis - wie bei den Stürzen von Severin Freund 2016 und Richard Freitag 2018.

Die Schanze in Innsbruck gilt als schwierig und windanfällig. Dass Geiger mit schwierigen Situationen umgehen kann, hat er am Neujahrstag erneut bewiesen. Mit Wut im Bauch ging er in den zweiten Durchgang und sprang auf 138 Meter. Letztlich fehlten ihm mit 259,9 Punkten ein halber Zähler oder umgerechnet 28 Zentimeter zum erneuten Podestplatz. Geiger verschwendet nicht zu viele Gedanken an einen möglichen Tournee-Sieg: "In Bischofshofen wird's entschieden. Ich will gar nicht darüber sprechen. Nächster Wettkampf, Vollgas geben, und dann schauen wir."

Auch Eisenbichler noch mit Chancen

Trotz bislang fehlender Podestplätze hat auch Markus Eisenbichler noch Chancen im Kampf um den Goldadler. Aktuell ist er Fünfter des Gesamtklassements. Eisenbichler kündigte nach dem Springen in Garmisch-Partenkirchen mit Blick auf den Gesamtstand bei der Vierschanzentournee in bestem Dialekt an: "Die Pamperl da vorne, die Norweger und die Polen, die werden wir schon noch einholen." Sein Rückstand auf Granerud beträgt 23,5 Punkte.

Für den ARD-Skisprungexperten Sven Hannawald gehört der 29-Jährige nach wie vor zum Favoritenkreis: "Eisenbichler hat mit seinem sensationellen zweiten Sprung in Oberstdorf gezeigt, dass er relativ schnell für Furore sorgen kann."

Hannawalds Halbzeitfazit: "Durchaus positiv" Sportschau 01.01.2021 00:48 Min. Verfügbar bis 01.01.2022 Das Erste

red/dpa/sid | Stand: 01.01.2021, 17:25

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