Skispringer Eisenbichler Zweiter in Oberstdorf

Eisenbichler zum Auftakt überraschend Zweiter Tagesschau 30.12.2018 01:05 Min. Verfügbar bis 30.12.2019 Das Erste

Auftaktspringen der Vierschanzentournee

Skispringer Eisenbichler Zweiter in Oberstdorf

Markus Eisenbichler hat den deutschen Skispringern einen tollen Auftakt in die Vierschanzentournee beschert. In Oberstdorf fehlten dem 27-Jährigen am Ende ganze 0,4 Punkte zum Tagessieg.

Den holte auf der Schattenbergschanze der große Tourfavorit Ryoyu Kobayashi. Doch der Japaner, der nach 138,5 Metern im ersten Sprung noch recht komfortabel in Führung lag, zeigte Nerven und zitterte sich mit einem 126,5-Meter-Satz gerade so ins Ziel. Qualifikationssieger Stefan Kraft aus Österreich schob sich mit 134,5 Metern noch vom achten auf den dritten Platz.

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Eisenbichler: "Richtig geiles Gefühl"

Japans Ryoyu Kobayashi in Oberstdorf

Ryoyu Kobayashi holt sich knapp den Sieg

Der zweite Platz von Markus Eisenbichler sorgte auch bei Bundestrainer Werner Schuster für große Freude: "Ich freue mich riesig. Für uns war es super, dass er es durchgebracht hat. Es war für ihn ganz wichtig. Jetzt kommen Schanzen, die er aus dem Schlaf springen kann." Im ersten Durchgang hatte Eisenbichler bei schwierigen Bedingungen einen 133-Meter-Satz rausgehauen und damit den Grundstein gelegt. Im Finale behielt er mit 129 Metern die Nerven. Am Ende waren es dann ganze 22 Zentimeter, die zum Tagessieg fehlten. "Ich bin geflasht. Ich muss danke sagen, allen die mich unterstützt haben. Das ist ein geiles Gefühl. Ich habe gewusst, dass es eng wird. Da brechen einfach die Emotionen heraus. Ich weiß, ich bin in einer guten Form“, jubelte Eisenbichler in die ZDF-Kameras.

Geiger und Leyhe auf zwölf und 13

Etwas mehr ausgerechnet hatten sich Stephan Leyhe und Engelberg-Sieger Karl Geiger. Lokalmatador Geiger landete bei etwas besseren Bedingungen - viele Springer hatten mit ordentlich Rückenwind zu kämpfen - mit 129 bzw. 128 Metern auf Rang zwölf. Leyhe belegte nach Sprüngen auf 125,5 und 125 Meter den 13. Platz.

Einen gebrauchten Tag erwischte Richard Freitag. Nach einer guten Qualifikation kam der Sachse nur als Lucky Looser in den zweiten Durchgang und wurde dort nach 122,5 Metern 16. "Es trägt nicht. Ich habe das Gefühl, ich bin immer etwas zu früh, da fehlen immer ein paar Meter", sagte Freitag. David Siegel belegte Rang 17.

In Erinnerung brachte sich Pius Paschke. Der 28-Jährige landete nach zwei ordentlichen Sprüngen auf 120 und 116,5 Meter auf einem beachtlichen 21. Platz. Constantin Schmid holte bei seinem ersten Weltcup-Auftritt in dieser Saison als 24. gleich Punkte.

Wellinger überraschend ausgeschieden

Andreas Wellinger rutscht nach der Landung im ersten Durchgang von Oberstdorf weg

Andreas Wellinger rutscht nach der Landung weg

Fünf Deutsche schafften den Sprung ins Finale nicht. Während das Ausscheiden von Martin Hamann (105 Meter), Moritz Baer (109), Felix Hoffmann (114) und von Ex-Weltmeister Severin Freund (118,5) nicht so überraschend kam, war das Aus von Olympiasieger Andreas Wellinger (114,5) schon enttäuschend. "Ich war zu spät, so schnell geht es dann", erklärte ein geknickter Wellinger im ZDF. Bundestrainer Schuster analysierte: "Er hat sich viel vorgenommen, war nie ganz vorn. Er wollte den Abstand zur Spitze mit Gewalt verkürzen. Das ging nach hinten los."

Montag Quali in Garmisch-Partenkirchen

Bereits am Montag geht die Vierschanzentournee in die nächste Runde. In Garmisch-Partenkirchen geht es ab 14 Uhr (ab 13.40 Uhr im Livestream) in der Qualifikation um die 50 Plätze für das Springen am Neujahrstag.

Thema in: MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio, 30.12., 19.40 Uhr

rei/fth | Stand: 30.12.2018, 19:01

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