Die DSV-Adler im Vierschanzentournee-Formcheck

Die DSV-Adler im Vierschanzentournee-Formcheck

Vom zuletzt starken Karl Geiger über Sorgenkind Richard Freitag bis Rückkehrer Severin Freund: Ein Sextett bildet den Kern des deutschen Teams für die Vierschanzentournee. Wie sind ihre Aussichten für die Tournee? Unser Formcheck.

Karl Geiger freut sich über seinen ersten Weltcupsieg

Karl Geiger (25/Oberstdorf): Keine Top 10 in diesem Winter, in der Geiger nicht vertreten war. Der Allgäuer ist in seiner Karriere erst spät in die Gänge gekommen, gewann bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg im 107. Anlauf sein erstes Weltcupspringen. Der 25-Jährige fliegt derzeit unheimlich konstant. Die Form und die Chance sind da, zumindest um das Tournee-Podium mitzuspringen.

Karl Geiger (25/Oberstdorf): Keine Top 10 in diesem Winter, in der Geiger nicht vertreten war. Der Allgäuer ist in seiner Karriere erst spät in die Gänge gekommen, gewann bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg im 107. Anlauf sein erstes Weltcupspringen. Der 25-Jährige fliegt derzeit unheimlich konstant. Die Form und die Chance sind da, zumindest um das Tournee-Podium mitzuspringen.

Andreas Wellinger (23/Ruhpolding): Wellinger fehlt nach seinem anstrengenden Jahr mit dem Olympiasieg und dessen Folgen seine typische Leichtigkeit. Nur zwei Top-Ten-Platzierungen in sieben Springen kann der 23-Jährige aufweisen. Sein zweiter Rang in Kuusamo zeigte aber, dass Wellinger generell nicht weit von der Spitze entfernt ist.

Richard Freitag (27/Aue): Im Vorjahr kam Freitag in der Form seines Lebens zur Tournee und beendete sie nach dem bösen Sturz von Innsbruck im Krankenhaus. Den Crash vom Bergisel hat der 27-Jährige anscheinend nicht aus dem Kopf bekommen. Noch immer steigt sich Freitag bei der Landung auf die Skienden, was in diesem Winter, in dem der Wahl-Oberstdorfer ohnehin nur ein Vorjahresschatten war, zum Sturz in Nischni Tagil führte. Freitag ist seelisch wie körperlich angeknockt - schlechte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tournee.

Stephan Leyhe (26/Willingen): Der Hesse hatte lange am Teamspringen der WM 2017 zu knabbern, als sein Patzer das deutsche Quartett eine Medaille kostete. Ein Jahr später behielt Leyhe bei Olympia in Pyeongchang die Nerven, die Silbermedaille mit der Mannschaft hat ihn ungemein gefestigt. In Wisla sprang er beim Saisonauftakt erstmals auf das Podium - Leyhe hat das Zeug zum Tournee-Joker.

Severin Freund (30/Rastbüchl): Das der Weg zurück nach zwei Kreuzbandrissen hart werden würde, war Freund klar. Dass nach einem ordentlichen Comeback die Schritte derzeit eher rückwärts gehen (in Engelberg verpasste er zweimal den zweiten Durchgang), ist dennoch ein wenig ernüchternd. Eigentlich ist der Routinier noch nicht konkurrenzfähig, er hilft aber der Teamchemie aber ungemein. Der Start in Oberstdorf, wo er bei seinem letzten großen Sieg vor drei Jahren für viel Euphorie sorgte, dürfte Balsam auf seine Seele sein.

Stand: 28.12.2018, 10:13 Uhr

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