Skisprung-Weltcup in Titisee fällt ins Wasser

Leere Schanze in Titisee-Neustadt

Kein Skispringen am Wochenende im Schwarzwald

Skisprung-Weltcup in Titisee fällt ins Wasser

Warmes Wetter, Regen und Wind - wegen mieser Bedingungen kann der für der kommende Wochenende geplante Skisprung-Weltcup im Schwarzwald nicht stattfinden. Ein Nachholtermin ist unwahrscheinlich.

Kein Heim-Weltcup für die deutschen Skispringer am kommenden Wochenende in Titisee-Neustadt. Der vom 7. bis 9. Dezember geplante Skisprung-Weltcup fällt wegen schlechten Wetters aus. Das teilte der Weltverband FIS am Dienstag mit.

10 Grad und Dauerregen

FIS-Renndirektor Walter Hofer erklärte der Deutschen Presse-Agentur: "Für dieses Wochenende ist es fast aussichtslos." Bis zur für Freitag angesetzten Qualifikation soll es bei deutlichen Plusgraden regnen, nicht einmal nachts fällt das Thermometer unter Null Grad. "Im Moment ist es einfach zu warm. Wir haben 10 Grad plus und Dauerregen. Am Samstag ist uns der Hang abgerutscht", war Weltcup-Generalsekretär Joachim Häfker bereits am Montag im SWR skeptisch. Zudem sind für das Wochenende Sturmböen angekündigt. Der Deutsche Skiverband bedauerte die Absage der drei Wettbewerbe. "Wir haben alles getan", sagte ein Sprecher des Verbandes.

12.000 - 15.000 Fans sollten kommen

Für die Wettbewerbe auf der Hochfirstschanze waren zwischen 12.000 und 15.000 Zuschauer erwartet worden. In Titisee-Neustadt sollten erstmals an einer deutschen Schanze sowohl Frauen als auch Männer um Weltcup-Punkte kämpfen. Für Samstag war ein Teamwettkampf der Männer, für Sonntag jeweils ein Einzelspringen der Frauen und Männer vorgesehen gewesen.

Frauen-Bundestrainer Bauer: "Für uns doppelt schade"

Bei den Männern wollten vor allem die deutschen Starter um Andreas Wellinger und Severin Freund Schwung für die in drei Wochen beginnende Vierschanzentournee aufnehmen. Nach den drei Auftakt-Weltcups in Wisla, Ruka und Nischni Tagil am vergangenen Wochenende bleibt den Männern jetzt nur noch der Weltcup am 15./16.12. im Schweizer Engelberg zur Tour-Vorbereitung.

Bei den Frauen verpassen Katharina Althaus und Co. die Chance, ihre Klasseform vor heimischen Fans zu präsentieren. "Das ist für uns doppelt schade. Die Absage bringt uns aber nicht aus dem Konzept", sagte Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer. Am vergangenen Wochenende hatte Althaus in Norwegen das Lillehammer-Triple gewonnen, auf Rang zwei und drei der Gesamtwertung kamen Juliane Seyfarth und Ramona Straub. "Dass eine Nation in der Triple-Gesamtwertung die ersten drei Plätze belegt, das wird in den nächsten 20 Jahren wohl nicht mehr passieren", unterstrich Bauer die starke Form seiner Springerinnen.

Wird das Springen nachgeholt?

Ob die zwei Männer- und ein Frauen-Wettbewerb nachgeholt werden, ließ Hofer offen. Dass in Titisee-Neustadt in diesem Winter noch ein Nachholtermin gefunden wird, gilt als extrem unwahrscheinlich. Bis zum Finale Ende März in Planica ist quasi jedes Wochenende belegt. "Wir sind sehr voll, momentan sehe ich da auf regulärem Weg keine Chance", sagte der Österreicher Hofer.

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Thema in: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio, 4.12., 22.45 Uhr

dh/dpa | Stand: 04.12.2018, 14:53

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