Skisprung-Weltcup in Klingenthal - Optimismus trotz Windwarnung

Skispringen - Teamspringen Klingenthal

Skisprung-Weltcup in Klingenthal - Optimismus trotz Windwarnung

Am Wochenende steht für die Skispringer im sächsischen Klingenthal der vierte Weltcup der Saison auf dem Programm. Laut Wetterbericht stehen unruhige Tage an - doch die Veranstalter bleiben gelassen.

Vom Wetter wirklich verwöhnt worden sind die Skispringer in diesem Winter noch nicht. Zwei der ersten drei Weltcups, im finnischen Ruka und dem russischen Nischni Tagil, wurden immer wieder vom Wind durcheinandergewirbelt. Droht auch auf der vierten Station im sächsischen Klingenthal ein Windchaos?

Meteorologe Bodenburg: "Es wird stürmisch"

Laut Wetterbericht könnte es am Wochenende im Vogtland tatsächlich recht zugig zugehen. Für den Samstag werden Böen bis zu 70 Kilometer pro Stunde erwartet. "Ja, es wird am Wochenende stürmisch in Klingenthal", prognostiziert Renato Bodenburg vom Wetterstudio des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). "Nach unseren Wettermodellen sind die Böen vor allem am Samstag heftig. Hinzu kommt starker Schneefall, der ebenfalls für das Wochenende angekündigt ist."

Weltcup-Sprecher Brand: "Sind an einer Wetterscheide"

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Blick von der Schanze in Klingenthal: Hier müssen die Skispringer am Wochenende herunter

Eine Prognose, die den Veranstaltern an der ohnehin windanfälligen Schanze in Klingenthal Sorgenfalten auf die Stirn treibt? Nein. Weltcup-Sprecher Gunther Brand reagiert erstaunlich gelassen. "Wir bleiben ruhig, wir müssen ohnehin abwarten. Wir sind hier an einer Wetterscheide, da sind Vorhersagen immer schwierig." Und falls es doch windig zugehen solle, hoffe man auf die windfangende Wirkung des mobilen Windnetzes.

Renndirektor Hofer: "Zeitpläne werden nicht verschoben“"

Walter Hofer, Renndirektor beim Weltverband FIS, setzt auf das Windnetz, schließt Wettkampfverschiebungen wegen des Wetters schon einmal aus: "Die Zeitpläne werden nicht verschoben", sagte der Österreicher sportschau.de. Freitag (13.12.2019) stehen die Quali der Männer (15.45 Uhr) und der Frauen (17.30 Uhr) an, Samstag (14.12.2019) sollen die Frauen ab 11.45 Uhr einen Einzel und die Männer ab 16 Uhr einen Team-Wettbewerb springen. Für Sonntag (15.12.2019) steht ab 16 Uhr noch ein Einzel der Männer auf dem Programm.

Windrichtung macht Hoffnung

Auch Hofer hofft auf das mobile Windnetz, das vor allem Wind aus westlicher Richtung abfangen kann. "Wir sind gut gerüstet. Nur, wenn der Wind aus Norden kommt, können wir wenig machen." Und da hat das MDR-Wetterstudio doch noch eine gute Nachricht: "Wir gehen davon aus, dass der Wind recht stabil aus Süd/Südwest bläst", so Bodenburg.

Dirk Hofmeister | Stand: 11.12.2019, 12:46

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