Geiger springt in Engelberg aufs Podium

Stoch siegt in Engelberg, Geiger springt auf Platz 3 Sportschau 21.12.2019 00:34 Min. Verfügbar bis 21.12.2020 Das Erste

Skisprung-Weltcup

Geiger springt in Engelberg aufs Podium

DSV-Skiadler Karl Geiger hat sich auch beim Weltcup-Springen in Engelberg in Topform präsentiert. Beim Sieg des Polen Kamil Stoch feierte der Allgäuer Platz drei.

Im ersten Durchgang hatte sich Kamil Stoch mit einem Flug über 138 Meter an die Spitze der Konkurrenz gesetzt. Damit lag der Pole auf der Schanze in schweizerischen Engelberg klar vor dem Österreicher Stefan Kraft mit 134,5 Meter. Karl Geiger (SC Oberstdorf) konnte sich mit 133,5 Metern auf Rang drei in eine starke Ausgangs-Position fürs finale Springen bringen. Stoch setzte sich auch im zweiten Durchgang durch und machte mit 136 Metern den Erfolg noch knapp vor Kraft klar. Der Österreicher kam zwar auf 137,5 Meter, hatte aber am Ende 1,7 Punkte weniger als der Pole auf dem Konto.

Geiger fliegt aufs Podium

Geiger bestätigte mit 134,5 Metern im zweiten Durchgang und auch am Ende Platz drei, dass er derzeit der beste deutsche Skispringer ist. Der 26-Jährige musste sich nur dem überragenden Stoch und Kraft geschlagen geben. Damit geht Geiger auch als einer der Favoriten in die Vierschanzentournee: "Ich bin Stolz darauf, dass ich im Favoritenkreis dazugehöre", sagte Geiger im ZDF. Lob kam auch vom Skisprung-Bundestrainer: "Karl hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Sein zweiter Sprung war auf hohem Niveau. Er hat das sehr gut gemacht", so Stefan Horngacher, der allerdings im Team insgesamt noch Luft nach oben sieht.

Paschke und Schmid mit starker Leistung

Auch Geigers Teamkollegen Pius Paschke und Constantin Schmid zeigten gute Sprünge. Paschke (WSV Kiefersfelden) war mit 133.5 Metern als Siebter im zweiten Springen dabei. Mit einem Satz auf 132 Metern bestätigte er seine gute Form und wurde Zehnter. "Ich bin schon sehr zufrieden," so Paschke. "Ich hab mich so Stück für Stück weiterentwickelt." Schmid (WSV Oberaudorf), 15. im ersten Durchgang, schob nach 131 noch einen Satz über 130 Meter nach. Für den 20-Jährigen stand mit Platz elf ein starkes Endergebnis auf dem Zettel. "Er ist ein talentierter Springer. Wir hoffen, dass er so weiter macht", sagte Horngacher über seinen Youngster.

Stephan Leyhe (SC Willingen) war mit 131 Meter als 12. in die besten 30 geflogen. Der 27-Jährige legte allerdings nur 125 Meter nach und rutschte dadurch in der Rangliste am Ende auf Rang 19 ab.

Eisenbichler optimistisch

Aufwärts geht es wieder bei Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf). Der dreifache Skisprungweltmeister hatte kurz vor der Vierschanzentournee zwar noch nicht zurück zu alter Form gefunden, flog aber über 127,5 Meter. "Das war ein solider Sprung. War okay", sagte der 28-Jährige nach der sicheren Qualifikation fürs Finale. Im zweiten Durchgang ging der Sprung dann auf 126 Meter. Damit fliegt der Siegsdorfer seinen Ansprüchen allerdings noch hinterher. "Ich will natürlich ganz nach vorne, aber das ist halt gerade mein Niveau", so Eisenbichler, der optimistisch auf die nächsten Wettkämpfe blickt. "Ich bin ganz zuversichtlich."

Bär und Freitag nicht im Finale

Zwei DSV-Adler schaffte es nicht ins Finale. Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) flog auf 121 Meter und war als 35. wie Richard Freitag (Erlabrunn) mit 118 Metern und Rang 41 nicht unter den besten 30 dabei.

Kobayashi muss Gelbes Trikot abgeben

Japans Überflieger Ryoyu Kobayashi verlor am Samstag sein Gelbes Trikot des Gesamtweltcupführenden an den Österreicher Kraft, dem 134,5 und 137,5 Meter gegen Stoch (138 und 136 Meter) nicht zum Sieg reichten.

mla | Stand: 21.12.2019, 17:58

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