Skispringen der Frauen DSV-Frauen Dritte bei Super-Team-Premiere

Stand: 14.01.2023 10:44 Uhr

Im erstmals ausgetragenen Super-Team-Wettbewerb der Skispringerinnen hat das deutsche Team am Samstag (14.01.2023) im japanischen Zao nach einer durchwachsenen Leistung Rang drei belegt.

Katharina Althaus und Selina Freitag landeten hinter Norwegen und den überragenden Österreicherinnen immerhin noch auf dem Podest, weil Freitag in ihrem letzten Versuch noch knapp an Konkurrent Kanada vorbeisprang.

Hauchdünner Vorsprung auf Rang vier

Die Österreicherinnen mit Eva Pinkelnig und Chiara Kreuzer kamen am Ende mit haushohem Vorsprung auf 624,6 Zähler, Norwegen belegte den zweiten Platz (589,3), das DSV-Team behauptete Rang drei mit 581,8 gegenüber 580,5 von den aufstrebenden Kanadierinnen.

Der zweite Durchgang des Super-Team-Springens der Frauen im japanischen Zao im Video. mehr

Der dritte und finale Durchgang des Super-Team-Springens der Frauen im japanischen Zao im Video. mehr

Insgesamt wäre für das deutsche Duo durchaus mehr drin gewesen. Doch beim ersten ihrer drei Sprünge verpasste Althaus komplett den richtigen Absprungmoment, war an der Schanze viel zu spät dran und sackte sofort ab. 82 Meter waren sofort ein schweres Gepäck, das sich letztlich nicht mehr korrigieren ließ. Denn auch Freitag hatte im zweiten Durchgang einen dicken Patzer - sonst wäre der zweite Rang vor Norwegen ziemlich sicher gewesen.

Noch nicht alle sind überzeugt

Der neue Duo-Wettkampf soll vor allem kleineren Nationen, die kein klassisches Vierer-Team stellen können, entgegenkommen. Am Start waren immerhin zwölf Länder, vier mehr als beim vergangenen Mannschaftsspringen im Februar 2022, darunter China (10.), Rumänien (11.) und die USA (12.).

Überzeugt vom neuen Format sind indes noch nicht alle. "Ich glaube, dass es einen Versuch wert ist - aber ich bin noch ein bisschen skeptisch, da bin ich ganz ehrlich", hatte der Olympia-Dritte Karl Geiger zum Saisonstart im Podcast "Ski happens" gesagt: "Ich bin nicht sicher, ob wirklich immer die allerbesten Leute am Start sind." Zumindest bei den Frauen traf das am Samstag aber zu.