DSV-Adler Zweite im Teamspringen

Skisprung-Weltcup in Zakopane

DSV-Adler Zweite im Teamspringen

Die deutschen Skispringer mussten sich beim Team-Wettbewerb im polnischen Zakopane nur den starken Gastgebern geschlagen geben. Das DSV-Team blieb aber vor Norwegen und weckte Hoffnung auf den Einzelwettkampf am Sonntag.

Richard Freitag und Andreas Wellinger haben vollends überzeugt, bei Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe war noch etwas Luft nach oben. Mit diesem Fazit können die DSV-Springer aus dem Teamwettkampf von Zakopane am Samstag (27.01.2018) gehen. Polen siegte mit 25 Punkten Vorsprung, Norwegen wurde Dritter, andere Mannschaften kamen für das Podest nie in Frage.

Angeführt von einem erneut alles überragenden Kamil Stoch, der im zweiten Durchgang mit 141,5 Metern einen neuen Schanzenrekord aufstellte, ließen die Polen nie echte Zweifel an ihrem Sieg aufkommen, zu stark waren all ihre Sprünge. Vor allem Stoch und Stefan Hula überzeugten mit jeweils zwei weiten Flügen, wodurch sie beim Einzelwettkampf am Sonntag zu den Favoriten zählen werden.

Freitag stark, Wellinger erleichtert

Im ersten Durchgang des Teamspringens gab es nur einen Springer, der mehr Punkte einsammelte als Überflieger Kamil Stoch, und der hieß Freitag. Mit Sprüngen auf 135 und 137 Metern zeigte er, dass die sturzbedingte Pause nach der Vierschanzentournee vollständig aus Kopf und Körper verschwunden ist.

Noch erleichterter war aber Wellinger über seine Leistung. Am Freitag war er mit der Schanze noch gar nicht zurechtgekommen, hatte weder im Training noch in der Qualifikation einen einzigen guten Sprung gezeigt. Aber das war heute vergessen und völlig anders. Ein bisschen druckvoller am Schanzentisch habe er agiert, sagte Wellinger, und schon lief es wieder. Zweimal 134 Meter konnten sich absolut sehen lassen.

Eisenbichler nicht so stark wie am Tag zuvor

Niemand hört oder liest so etwas gern über sich, aber die Wettkämpfe häufen sich langsam, in denen Eisenbichler nicht an die Leistungen anknüpfen kann, die er zuvor auf derselben Schanze in Training und Qualifikation zeigte. In beiden Durchgängen des Teamwettkampfes blieb er in seiner Gruppe hinter Anders Fannemel (NOR) und Maciej Kot (POL) zurück, und wohl auch hinter seinen eigenen Ansprüchen. Denn die lagen sicher jenseits von 130,5 bzw. 129 Metern.

Auch Leyhe konnte in seiner Gruppe nicht ganz mit den Besten mithalten. 130 und 127 Meter sorgten dafür, dass sich Norwegen mit Johann-André Forfang und vor allem Polen mit Hula recht deutlich absetzten.

So war es der Aufholjagd von Wellinger und Freitag zu verdanken, dass am Ende doch noch Platz zwei zu Buche stand. Immerhin vor Norwegen, jenem Team, das bisher alle Mannschaftswettbewerbe des Winters gewonnen hatte.

Thema in: Sportschau, 27.01.2018, ab 16.00 Uhr

rrö | Stand: 27.01.2018, 18:00

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