Deutsches Skisprung-Quartett nur knapp geschlagen

Skispringen - der 2. Durchgang im Teamspringen aus Wisla Sportschau 17.11.2018 37:07 Min. Verfügbar bis 17.11.2019 Das Erste

Teamwettbewerb in Wisla

Deutsches Skisprung-Quartett nur knapp geschlagen

Die deutschen Ski-Adler sind mit einem Podestplatz in die neue Saison gestartet. Im Teamwettbewerb im polnischen Wisla mussten sich Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Richard Freitag nur den Gastgebern geschlagen geben.

Am Ende war es am Samstag (17.11.18) ein knappes Duell zwischen den Quartetts aus Polen und Deutschland. Piotr Zyla, Jakub Wolny, Dawid Kubacki und Kamil Stoch lagen nach zwei spannenden Durchgängen mit 1026,6 Punkten nur 11,1 Punkte vor den deutschen Skiadlern. "Es war cool, dass wir bis zum letzten Springer ein starkes Duell liefern konnten", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

DSV-Quartett ohne Wellinger

Beim ersten Teamwettbewerb des neuen Winters war der DSV ohne Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) am Start. Der 23-Jährige war in der Qualifikation nur auf Rang 46 gelandet und hatte auch zuvor mit seinen Trainingssprüngen Bundestrainer Werner Schuster nicht so überzeugt wie seine Teamkollegen. "Er ist ein hervorragender Springer. Es läuft halt nicht ganz rund", so Schuster. Über die Schanze gingen Karl Geiger (Oberstdorf), Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Stephan Leyhe (Willingen) und Schlussspringer Richard Freitag (Aue). 

Schuster: "Wir sind auf Schlagdistanz"

Skispringer Stephan Leyhe

Im ersten Durchgang landete Geiger nach 121 Metern. "Es ist extrem anspruchsvoll zum Aufspringen", sagte der 25-Jährige nach dem Sprung mit Blick auf die eisigen Bedingungen bei der Landung. Für eine Schrecksekunde sorgte danach Eisenbichler. Der hatte nach dem Absprung mit einer Böe zu kämpfen. Dank seiner Erfahrung flog der 27-Jährige jedoch souverän auf 125,5 Meter. "Ich hab versucht extrem locker zu bleiben", so der Siegsdorfer. "Es ist sich ja einigermaßen ausgegangen." Leyhe setzte seinen Flug sogar erst nach 128,5 Metern sauber in den Schnee. "Gut reingekommen in die Saison", sein Kommentar. Zum Abschluss kam Richard Freitag noch auf 123,5 Meter.

Damit lag das DSV-Team mit 508,1 Punkten hinter Polen (518,5) auf Rang zwei. Österreich war mit Michael Hayböck, Clemens Aigner, Daniel Huber und Stefan Kraft Dritter (488,9). "Ich bin zufrieden. Es sind keine einfachen Verhältnisse", analysierte der Bundestrainer. "Wir sind auf Schlagdistanz."

Vorzeitiges Aus für Norwegen

Nicht gut lief es dagegen für die Norweger. Deren Top-Skispringer Robert Johansson wurde disqualifiziert. Seine Punkte für einen Sprung auf 126,5 Meter bekam der 28-Jährige aberkannt, weil sein Anzug nicht regelkonform war, wie der Weltverband FIS noch während des Springens mitteilte. Olympiasieger und Topfavorit Norwegen war damit bereits nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

Skispringen - der 1. Durchgang im Teamspringen aus Wisla Sportschau 17.11.2018 49:01 Min. Verfügbar bis 17.11.2019 Das Erste

Leyhes "bockstarker" Sprung macht Sieg greifbar

Im Finaldurchgang legte Zyla für Polen mit 130,5 Meter vor. Geiger konnte mit 128 Metern mithalten und den Abstand auf Österreich vergrößern. Wolny (125,5 m) festigte dann den Vorsprung, weil Eisenbichler ein nicht ganz so guter Sprung auf nur 122,5 Meter gelang. Dann kam die Chance, an Polen vorbeizuziehen, denn Kubacki hatte nur 114,5 Meter geschafft. Leyhe nutzte sie - der 26-Jährige flog auf 126 Meter und brachte die DSV-Adler in Führung. Eisenbichler sprach anerkennend von einem "bockstarken Sprung". Dann jedoch kam König Kamil Stoch. Der Olympiasieger, der am Freitag in der Quali noch geschwächelt hatte, legte starke 129 Meter vor, Freitag konnte mit 123,5 Metern nicht mehr kontern, und der Sieg ging an Polen.

Skisprung-Bundestrainer Schuster muss Polens Trainer gratulieren Sportschau 17.11.2018 01:23 Min. Verfügbar bis 17.11.2019 Das Erste

mla | Stand: 17.11.2018, 17:53

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