DSV-Adler erleben bittere Enttäuschung im Teamspringen

Horngacher: "Müssen das nüchtern analysieren" Sportschau 14.12.2019 00:29 Min. Verfügbar bis 14.12.2020 Das Erste

Weltcup in Klingenthal

DSV-Adler erleben bittere Enttäuschung im Teamspringen

Karl Geiger mit Normalform, alle anderen auf Formsuche: Die deutschen Skispringer haben im Teamwettbewerb in Klingenthal mit dem Wind und den eigenen Leistungen gehadert. Der Abstand zur Weltspitze ist besorgniserregend.

Auf der Großschanze in Klingenthal haben die DSV-Adler am Samstag (14.12.2019) beim zweiten Teamspringen der Saison eine herbe Enttäuschung erlebt. Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Constantin Schmid (Oberaudorf), Richard Freitag (Aue) und Karl Geiger (Oberstdorf) mussten sich bei schwierigen Bedingungen mit dem sechsten Platz begnügen. Der Sieg ging an die starken Polen vor Österreich und Japan. "Die Leistung war nicht gut genug. Wir hatten nur drei Sprünge, die halbwegs okay waren. Es war nicht der Wind, es war die Qualität der Sprünge. Heute war es ein Schritt rückwärts", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Nur Geiger hat die Selbstsicherheit

Überzeugend war wieder einmal nur der Oberstdorfer Geiger. Wie schon beim ersten Teamspringen in Polen war er es, der im deutschen Team im ersten Durchgang die Maßstäbe setzte. Mit 133 Metern flog er deutlich weiter als die drei weiteren DSV-Springer Markus Eisenbichler (117,0), Richard Freitag (112,5) und Constantin Schmid (112,5), konnte den schwachen sechsten Platz von neun Nationen aber nicht verhindern. Zur Halbzeit hatten die DSV-Adler satte 113 Punkte oder 62 Meter Rückstand auf die in Führung liegenden Polen.

Freitag und Schmid patzen

Dabei war Pech mit dem Wind, aber auch eigenes Unvermögen dabei. Während Eisenbichler nach seinem ersten Sprung ohne Windunterstützung nur 117 Meter weit sprang, trug es Piotr Zyla (Polen/145 m) und Philipp Aschenwald (Österreich/144,5 m) unmittelbar nach Eisenbichler mit Aufwind richtig weit.

Der Rückstand auf die Top-Nationen wuchs, weil beim 20-jährigen Schmid die Verunsicherheit spürbar und der Flug nach 112,5 Metern beendet war. Lokalmatador Freitag sollte eigentlich aufholen, patzte aber beim Absprung und schaffte ebenfalls nur auf 112,5 Meter. Deutschland fiel sogar hinter Russland auf Platz sieben von neun Nationen zurück. Lediglich Schlussspringer Geiger trotzte dem Wind und flog im ersten Durchgang auf starke 133 Meter.

Skispringen aus Klingenthal - der 1. Durchgang der Herren im Team Sportschau 14.12.2019 57:30 Min. Verfügbar bis 14.12.2020 Das Erste

Reparieren im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang betrieben die Deutschen Resultatskosmetik - mehr war nicht möglich. Eisenbichler tankte mit einem Sprung auf 131,5 m Selbstvertrauen, freute sich über einen "soliden Grundsprung, der aber noch nicht ganz optimal" war. Youngster Schmid konnte sich kaum steigern (113,5 m) und verließ die Arena mit reichlich Wut im Bauch. Freitag verbesserte sich auf 121 Meter und Geiger sorgte mit 131,5 Metern für Hoffnung auf einen Podestplatz im Einzel am Sonntag (16 Uhr, Liveticker). Der Rückstand auf die Besten vergrößerte sich aber im zweiten Durchgang weiter. In Zahlen ausgedrückt: 50 Meter auf den drittplatzierten Japan, 80 Meter auf Polen ...

Skispringen aus Klingenthal - der 2. Durchgang der Herren im Team Sportschau 14.12.2019 39:18 Min. Verfügbar bis 14.12.2020 Das Erste

sst | Stand: 14.12.2019, 17:45

Darstellung: