Die deutschen Skispringer finden in Lahti zurück in die Spur

Die deutschen Skispringer Markus Eisenbichler, Pius Paschke, Karl Geiger und Martin Hamann bei der Siegeszeremonie auf dem Podest in Lathi

Team-Springen in Lahti

Die deutschen Skispringer finden in Lahti zurück in die Spur

Das DSV-Quartett hat beim Teamspringen im finnischen Lahti wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Martin Hamann und Pius Paschke rehabilitierten sich für das enttäuschende Abschneiden von Zakopane vor einer Woche.

Nach dem enttäuschenden sechsten Platz in Zakopane ging es am Samstag (23.01.2021) für die deutschen Ski-Adler im finnischen Lahti wieder deutlich nach oben. Zur Halbzeit reichte es für das Quartett mit vier guten Sprüngen zwar nicht zur Führung, doch mit nur 9,5 Punkten Rückstand lag das Team auf Position zwei. Nur Norwegen mit Topstar Halvor Egner Granerud (516 Pkt.) war besser gewesen.

Auch Polen hatte sich mit seinem Team um Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch auf Platz drei (-16,2 Punkte) eine gute Ausgangsposition gesichert. Österreich nahm einen Abstand von 26,7 Punkten mit ins Finale.

Paschke: "Zakopane war die Ausnahme"

Die deutschen Adler hatten sich von der Enttäuschung in Zakopane erholt: Pius Paschke musste in beiden Durchgängen als erster DSV-Springer über den Bakken und zeigte mit 125 und 122,5 Metern eine souveräne Vorstellung.

"Zakopane war die Ausnahme", sagte Paschke im ZDF-Interview. Mit seinen Sprüngen war er zufrieden: "Das passt schon so weit."

Martin Hamann legte 123,5 und 116,5 Meter auf. "Eine Enttäuschung ist es heute für mich nicht", sagte Hamann, der zum Abschluss auf die Sprungkraft von Karl Geiger setzte. "Der Karl wird es schon machen."

Eisenbichler: "Nicht die perfekten Sprünge"

Als feste Bank erwies sich auch Markus Eisenbichler (126,5/125,5). Beim ersten Sprung war der Siegsdorfer technisch sauber geflogen, nur das Timing hatte nicht ganz perfekt gepasst.

Im entscheidenden Durchgang war er dann zufrieden, konnte aber in der Weite nicht groß nachlegen. "Es waren nicht die perfekten Sprünge", erklärte der 29-Jährige.

Geiger sichert Podestplatz

Karl Geiger im Sprung

Karl Geiger im Sprung

Die Hoffnungen ruhten also auf Skiflugweltmeister Karl Geiger, der nach 125 Metern keine Nerven zeigte und noch einen Satz über 129 Meter nachlegte - damit war der Podestplatz sicher. "Es freut mich extrem, dass wir geschlossen auf dem Podest stehen dürfen", freute sich der 27-Jährige. "Ich bin zufrieden."

Norwegen holte sich den Sieg mit 1024,2 Punkten vor Polen mit 1018,3 Punkten und dem DSV-Quartett, das nur 9,8 Punkte Abstand auf die Sieger hatte.

mla | Stand: 23.01.2021, 17:57

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Karl Geiger355
2.Anze Lanisek272
3.Markus Eisenbichler237
4.Stefan Kraft206
5.Ryoyu Kobayashi180
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