Skispringer Geiger und Eisenbichler jubeln zum Saisonfinale

Geiger und Eisenbichler feiern Podestplätze bei Skisprung-Finale Sportschau 28.03.2021 02:27 Min. Verfügbar bis 31.12.2021 Das Erste

Skifliegen Planica

Skispringer Geiger und Eisenbichler jubeln zum Saisonfinale

Von Dirk Hofmeister

Spannendes Finale der Skispringer - und mit Karl Geiger und Markus Eisenbichler stehen nach dem Skifliegen in Planica zwei Deutsche unter den Top 3.

Skiflugweltmeister Karl Geiger und Markus Eisenbichler sind zum Saisonfinale der Skispringer noch einmal auf das Podest geflogen. Das deutsche Duo feierte beim Skiflug-Einzel im slowenischen Planica am Sonntag (28.03.2021) die Plätze eins und drei.

Geiger nervenstark zur Kristallkugel

 Karl Geiger

Karl Geiger

Geiger siegte mit Weiten auf 231,0 und 232,5 Meter mit 459,3 Punkten vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (242,0 Meter/217 Meter), der einen Rückstand von 6,9 Punkten hatte. Kobayashi lag nach dem ersten Durchgang noch vorn, zeigte bei seinem zweiten Sprung aber Nerven und war beim Absprung zu zeitig an der Schanze.

Mit dem Sieg sicherte sich Geiger auch die kleine Kristallkugel des besten Skifliegers der Saison. "Ich hatte wirklich ein großartiges Wochenende mit tollen Flügen. Das ich jetzt auch noch die Kristallkugel und wir heute den Team-Wettbewerb gewonnen haben - da ist ein Traum wahr geworden", sagte Geiger, der in Planica im Dezember auch die Skiflug-WM gewann.

Der Siegsprung von Karl Geiger im Video Sportschau 28.03.2021 01:17 Min. Verfügbar bis 28.03.2022 Das Erste

Horngacher: "Endgültig raus aus Kleinschanzen-Springerei"

"Wir hatten im gesamten Winter Höhen und Tiefen, ich glaube, aber mehr Höhen. Der Tag heute ist noch einmal grandios verlaufen für den Karl", freute sich Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF und lobte Geiger mit einem augenzwinkernden Hinweis auf seinen einstigen Spitznamen "Kleinschanzen-Karle": "Er hat jetzt in Planica alles gewonnen, was man gewinnen kann beim Skifliegen. Jetzt ist er endgültig raus aus seiner Kleinschanzen-Skispringerei. Das ist eine tolle Sache."

Eisenbichler von sechs auf drei - "Bärenstarke Saison"

Eisenbichler (221,0 Meter/230,0), der mit einem Innenbandanriss im linken Knie am Start war, ging bei beiden Sprüngen von jeweils einer Luke weniger als die Konkurrenz von der Schanze. Trotzdem konnte er nach Rang sechs im ersten Durchgang die Konkurrenz im Finale mit einem Flug auf 230 Meter noch einmal unter Druck setzen.

Mit Erfolg, er verbesserte sich noch auf Rang drei. "Ich bin einfach froh, dass es vorbei ist, und dass es noch einmal so gut gegangen ist. Ich wusste, dass ich zur Schonung meines Knies eine Luke tiefer anfahren werde. Das ist komplett aufgegangen. Ich habe einen guten Sprung gemacht und bin sehr glücklich über die gesamte Saison", freute sich der 29-jährige Siegsdorfer im ZDF und resümierte. "Das war eine bärenstarke Saison, ich habe vier Medaillen gemacht, bin im Gesamt-Weltcup Zweiter und im Skiflug-Weltcup Dritter geworden. Ich bin rundum zufrieden."

Pavlovcic knapp unter 250 Meter

Die Tageshöchstweite landete der Slowene Bor Pavlovcic, der im ersten Durchgang mit 249,5 Metern knapp unter der 250-Meter-Mauer blieb. Nach Rang drei im ersten Durchgang fiel er aber mit 218 Metern im Finale noch weit hinter Eisenbichler auf Rang sieben zurück.

Pius Paschke durfte sich erstmals in seiner Karriere über die Planica-Hymne freuen, die bei jedem Springer erklingt, der die 230-Meter-Marke knackt. Im ersten Durchgang flog er exakt auf 230 Meter, nach 225,5 Metern im zweiten Durchgang wurde er letztlich Elfter

Freund mit größten Weiten des Winters

Severin Freund (213 Meter/213 Meter), Constantin Schmid (210,5 Meter/209,0 Meter) und Martin Hamann (216,5 Meter/200 Meter) wurden 25., 27. und 28. Freund jubelte nach seinem zweiten Durchgang, der bis auf 213 Meter ging, am letzten Tag des Winters landete er seine größten Weiten der Saison. "Es wird nicht leichter, wir haben ein großes Niveau im Team. Die Saison hat mir aber nochmal viel gegeben", sagte Freund nach dem Wettkampf im ZDF.

Sogar die größte Weite seiner Karriere stand Hamann im ersten Durchgang.

Vormittag: Sieg im Teamwettbewerb

Am Sonntagvormittag hatten die Deutschen bereits den Team-Wettbewerb gewonnen. In der Besetzung Paschke, Schmid, Eisenbichler und Geiger setzte sich das DSV-Quartett in einem Durchgang gegen Slowenien und Österreich durch. Die Doppel-Veranstaltung am Sonntag war nötig geworden, nachdem das Mannschaftsspringen am Samstag (27.03.2021) wegen Windes abgesagt werden musste.

Stand: 28.03.2021, 12:50

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