Qualifikation in Bischofshofen: Stoch zeigt Klasse, Geiger patzt

Vierschanzentournee: Geiger und Eisenbichler brauchen ein Wunder Sportschau 05.01.2021 02:39 Min. Verfügbar bis 05.01.2022 Das Erste

Vierschanzentournee

Qualifikation in Bischofshofen: Stoch zeigt Klasse, Geiger patzt

In der Qualifikation für das letzte Springen bei der Vierschanzentournee gab es keine große Überraschung. Kamil Stoch setzte sich an die Spitze des Feldes. Markus Eisenbichler gelang der Sprung in die Top Ten. Karl Geiger hatte dagegen noch viel Luft nach oben.

Bei der Qualifikation in Bischofshofen zeigte der Norweger Halvor Egner Granerud den weitesten Sprung. Er flog auf 140,5 Meter, doch die Haltungsnoten reichten nicht, um am Tourneefavoriten Kamil Stoch vorbeizukommen. Der Pole entschied den Wettbewerb mit 138 Metern und einem Vorsprung von 0,6 Punkten auf den Norweger Robert Johansson (137 Meter) für sich.

"Ich habe eine guten Job gemacht", freute sich Stoch: "Aber morgen ist ein neuer Tag." Dritter wurde Granerud (-0,7 Punkte/NOR). Damit hat der Dritte in der Gesamtwertung vor der Entscheidung am Mittwoch (06.01.2021, 16.45 Uhr/ZDF) 11,5 Meter Rückstand auf Stoch. Der Gesamtzweite Dawid Kubacki (134,5/-7,4 Punkte) wurde Sechster. Er liegt vor dem letzten Springen 8,5 Meter zurück.

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Eisenbichler gut, Geiger hebt verhalten ab

Für Karl Geiger lief es nicht ganz so rund. Nur 123,5 Meter - kein guter Sprung für den Skiflugweltmeister. "Es ist mir nicht gelungen, die Spannung so richtig hoch zu bringen", sagte er. Für den Wettkampf ist er aber optimistisch. Er geht als 25. der Qualifikation gleich zum Auftakt des Finales im ersten Duell über den Bakken. Für den Sprung ganz nach vorne müsste er allerdings einen Rückstand von 14 Metern auf Stoch aufholen.

Tagesbester unter den DSV-Springern war Markus Eisenbichler als Achter. Ein gemäßigter Absprung trug ihn immerhin auf 134 Meter. "Nicht optimal", fand der 29-Jährige. Aber: "Ich komme langsam wieder heran. Ich weiß, dass ich noch Reserven hab." Die Sprung-Granaten will er auch lieber im Wettkampf zünden. Für die Entscheidung hofft er, "dass es eine Trotzreaktion gibt." In der Gesamtwertung hat er als Fünfter (19 Meter zurück) aber wenig Chancen, noch den Gesamterfolg einzufahren.

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Qualifikation nicht ganz zufriedenstellend

"Markus' war ein nicht so schlechter Sprung, Karl war jetzt eher bescheiden," analysierte Bundestrainer Stefan Horngacher nach der Vorstellung seiner Vorzeigeflieger. Der Gesamteinduck sei aber "nicht ganz so zufriedenstellend" für ihn. Er hoffe, dass seine Topspringer Geiger und Eisenbichler am Mittwoch "den Druckpunkt besser finden." Zudem sei es wichtig, "dass wir morgen den Kopf noch über Wasser halten können", um dann in den nächsten Weltcup-Wettbewerben wieder mit mehr Leichtigkeit zu springen, ergänzte Horngacher.

Alle DSV-Springer qualifiziert

Pius Paschke flog auf 127,5 Meter und Platz 17. Damit kann der 30-Jährige mit aufgefrischtem Selbstbewusstsein in den Tourneeendspurt gehen. Severin Freund (19.) zeigte mit 127 Metern zwar noch Luft nach oben, doch damit ist der 32-Jährige beim letzten Springen der Tournee auch sicher dabei. "Die Quali war gut bis auf die Landung," ärgerte sich der Niederbayer. Denn, "da liegen auch die Punkte." Teamkollege Constantin Schmid kam auf 123 Meter und Platz 30. Martin Hamann reihte sich mit 122,5 Metern als 34. ein.

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Die Enttäuschung des Tages musste Anze Lanisek verkraften. Der Slowene, bis dahin Sechster im Gesamtfeld, schaffte es nicht durch die Qualifikation.

Die Duelle der DSV-Springer

  • Markus Eisenbichler (8) - Jewgeni Klimow (43/Russland)
  • Pius Paschke (17) - Martin Hamann (34)
  • Severin Freund (19) - Daniel Tschofenig (32/Österreich)
  • Karl Geiger (25) - Andrzej Stekala (26/Polen)
  • Constantin Schmid (30) - Ziga Jelar (21/Slowenien)

mla | Stand: 05.01.2021, 17:30

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