Skisprung-Quali: Geiger mit Schanzenrekord - Sorge um Eisenbichler

Skispringen aus Ruka - die Qualifikation Sportschau 29.11.2019 01:10:07 Std. Verfügbar bis 29.11.2020 Das Erste

Weltcup in Ruka

Skisprung-Quali: Geiger mit Schanzenrekord - Sorge um Eisenbichler

Freud und Leid lagen beim deutschen Team nach der Qualifikation zum Weltcup-Einzel in Ruka dicht beisammen. Während Karl Geiger über Schanzenrekord jubelte, endete der Abend für Markus Eisenbichler im Krankenhaus. Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich der Slowene Timi Zajc.

Nach dem durchwachsenen Auftakt beim Weltcup in Wisla haben die deutschen Skispringen am Freitag (29.11.2019) auf der Rukatunturi-Schanze in Kuusamo ansteigende Form bewiesen. Alle sieben Deutschen überstanden die Qualifikation. Den besten Eindruck vor dem Einzel am Samstag (ab 16:30 Uhr im Ticker und Livestream bei sportschau.de) hinterließ Karl Geiger, den es auf 147,5 Meter trug.

Obwohl Geiger der deutlich weiteste Satz gelang, durfte er nicht über den Quali-Sieg jubeln. Timi Zajc (Slowenien/139,0 m) und Robert Johannsson (Norwegen/142,0 m) hatten nicht ganz so gute Bedingungen, entsprechend weniger Abzüge und landeten so in der Endabrechnung vor dem Deutschen.

Karl Geiger

Karl Geiger überzeugt in der Qualifikation in Ruka.

Freitag und Paschke überzeugen

Neben Geiger überzeugte auch Richard Freitag, der oft zwischen Genie und Wahnsinn wandelt. Der Sachse sprang auf starke 137,0 Meter und beendete die Quali als Elfter. Pius Paschke sorgte mit 131,5 Metern (Platz 20) ebenfalls für eine Top-Weite.

Eisenbichler stürzt nach der Landung

Markus Eisenbichler

Markus Eisenbichler stürzt nach der Landung.

Dagegen beginnt die Saison für Markus Eisenbichler alles andere als rosig. Nach dem verpassten Finaldurchgang in Wisla stürzte der deutsche Hoffnungsträger am Freitag. Nach einem Flug auf 129,5 Meter verkantete Eisenbichler im tiefen Schnee und landete unfreiwillig böse auf der Schulter. Die Weite reichte trotz des Sturzes für die Qualifikation, ob der Bayer tatsächlich antreten kann, ist aber noch ungewiss. Nach dem Sturz wurde er mit Schmerzen im Ellenbogen zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Leyhe, Schmid und Baer mit Luft nach oben

Stephan Leyhe (Willingen) wird am Samstag sicher springen und hoffen, dass die Formkurve ansteigt. Nach der Nullnummer in Wisla musste er in der Quali früh (Startnummer 11) springen, schaffte 120 Meter und damit die Quali für den Wettkampf. Etwas länger mussten Constantin Schmid (110,0 m) und Youngster Moritz Baer (109,5 m) zittern. Baer, der ins Weltcup-Team gerutscht ist, weil mit Severin Freund, Andreas Wellinger und David Siegel drei Top-Athleten wegen Kreuzbandrissen außer Gefecht sind, hatte im zweiten Training mit starken 130 Metern überzeugt. In der Qualifikation tat sich der 22-Jährige vom SF Gmund-Dürnbach mit Seitenwind und wenig Anlauf schwer.

Kasai scheitert in der Quali

Schwierige Bedingungen haben nicht nur jungen Athleten das Leben schwer gemacht, auch Oldie Noriaki Kasai (Japan) stürzte regelrecht ab und erlebt nach 97,5 Metern den Wettkampf am Samstag nur als Zuschauer.

sst | Stand: 29.11.2019, 19:20

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Daniel-André Tande260
2.Stefan Kraft196
3.Karl Geiger192
4.Ryoyu Kobayashi190
5.Philipp Aschenwald164

Skispringen | Weltcupstand Damen

NameP
1.Maren Lundby200
2.Chiara Hölzl140
3.Eva Pinkelnig125
4.Ema Klinec100
5.Sara Takanashi89
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