Kobayashi gewinnt, Karl Geiger wieder mit Top-Ergebnis

Skispringen - Karl Geiger auf Rang 3 im Gesamtweltcup Morgenmagazin 23.12.2019 01:30 Min. Verfügbar bis 23.12.2020 Das Erste

Weltcup in Engelberg

Kobayashi gewinnt, Karl Geiger wieder mit Top-Ergebnis

Von Margot Lamparter

Karl Geiger hat die Generalprobe für die Vierschanzentournee mit einem weiteren Top-Ergebnis beendet. Der beste DSV-Athlet verpasste beim Erfolg des Japaners Ryoyu Kobayashi das Podest in Engelberg nur knapp.

Die Vierschanzentournee kann für Skisprung-Vizeweltmeister Karl Geiger kommen. Nach Platz drei am Samstag sprang der 26-Jährige beim Weltcup im schweizerischen Engelberg am Sonntag (23.12.19) erneut in die Spitzengruppe. Der Skispringer vom SC Oberstdorf präsentierte sich auf der Gross-Titlis-Schanze nicht nur in glänzender Form, sondern auch angriffslustig.

"Ich will angreifen", hatte er nach dem ersten Durchgang mit 133 Metern angekündigt. Vor Geiger hatten sich nur Peter Prevc (123,5) und Robert Johannson (134 Meter) mit besseren Punktezahlen auf Podestkurs gebracht. Doch der zweite Sprung gelang Geiger nicht ganz so gut. Mit 125 Metern rutschte er vom Podest und wurde Vierter. "So gut war ich noch nie. Ich hab super Freude zu springen", strahlte Geiger, der die Tournee entspannt angehen will. "Er hat die richtige Mischung von Anspannung und Entspannung gefunden", schwärmte Bundestrainer Stefan Horngacher über seinen Team-Leader.

Kobayashi holt sich Gelbes Trikot zurück

Den Sieg sicherte sich der Japaner Ryoyu Kobayashi (132,5/134), der von Rang sieben noch auf Platz eins sprang. Mit dem Erfolg holte sich der Japaner auch das Gelbe Trikot des Weltcupführenden zurück. Der Slowene Prevc konnte Platz zwei mit seinem Sprung auf 127,5 Metern verteidigen. Vor Geiger schob sich noch der Österreicher Jan Hörl (134/136,5) auf Podestplatz drei. Vortagessieger Stefan Kraft (127/125,5) musste einen Rückschlag wegstecken. Der Österreicher stürzte im zweiten Durchgang und viel von Platz vier auf 18 zurück.

Leyhe und Paschke in guter Form

Stephan Leyhe (SC Willingen) sprang auf 116,5 und 128.5 Meter und wurde Zehnter. Der 27-Jährige zeigte sich mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden. "Der Sprung war echt wirklich gut", so Leyhe. Nach Platz zehn am Vortag konnte Teamkollege Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) auch im zweiten Springen der Tournee-Generalprobe eine relativ gute Performance liefern. Nach 121 und 122 Metern reichte es für den 29-Jährigen dieses Mal zu Platz 13.

Vier DSV-Adler zu kurz fürs Finale

Im DSV-Team sprang Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) zwar auf 118,5 Meter, doch er verpasste als 32. knapp die Top-Gruppe und damit auch den zweiten Durchgang. Immer noch weit von seiner Bestform entfernt zeigte sich erneut Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler. Der Siegsdorfer erwischte keine gute Startphase und landete schon nach 107,5 Metern. "Es ist einfach extrem windig", erklärte der 28-Jährige die Sprungsituation. "Man merkt ziemlich schnell, dass es nicht optimal ist." Wie Eisenbichler war auch Constantin Schmid (WSV Oberaudorf), der 110,5 Meter sprang, nicht im zweiten Durchgang. Auch Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue) reichte sein magerer Satz über 92,5 Meter nicht unter den Top 30. "Es ist ärgerlich aber am Ende ändert sich am Sprung nichts", erklärte der 28-Jährige im ZDF-Interview. "Ich bin gerade ein bisschen ratlos. Das System ist nicht beieinander."


Stand: 22.12.2019, 16:43

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