Podest in Lahti: Bei Eisenbichler und Geiger stimmt die Form

Geiger und Eisenbichler in Topform - nur Johansson springt weiter Sportschau 24.01.2021 02:56 Min. Verfügbar bis 24.01.2022 Das Erste

Skispringen

Podest in Lahti: Bei Eisenbichler und Geiger stimmt die Form

Die deutschen Ski-Adler haben sich mit zwei Podestplätzen vom Weltcup im finnischen Lahti verabschiedet. Markus Eisenbichler und Karl Geiger mussten nur einem Norweger den Vortritt lassen.

Nach dem dritten Platz im Teamwettbewerb am Samstag (24.01.) wollten die DSV-Adler im finnischen Lahti noch einmal nachlegen und den Aufwärtstrend untermauern. Skiflugweltmeister Karl Geiger, der beim Team-Wettkampf am Samstag mit 129 Metern am weitesten sprang, ging auch im Einzel selbstbewusst über den Bakken.

Mit einem Satz auf 130,5 Meter konnte er die Leistung vom Vortag sogar noch einmal toppen. Einmal mehr bewies der Oberbayer, dass er sich auf dieser Schanze wohl fühlt.

"Die Landung war nicht perfekt", da könne er bei den Punkten noch nachlegen, sagte Geiger nach dem ersten Durchgang im ZDF. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher sah in seiner Analyse noch Potenzial: "Karl macht es sehr gut vom Schanzentisch weg. In der Luft hat er noch Reserven".

Geiger und Eisenbichler greifen nach Podesplatz

Nur Halvor Egner Granerud konnte die Weite des 27-jährigen deutschen Vorzeigefliegers noch toppen. Der Norweger setzte sich mit seinem 132-Meter-Sprung vor Geiger und Robert Johansson (128,5 Meter) an die Spitze. Markus Eisenbichler (129,5) meldete als Vierter ebenfalls seinen Anspruch auf einen Podestplatz an.

Markus Eisenbichler und Karl Geiger nach der Siegerehrung

Im Finale ging Eisenbichler auf Angriff. Sein Absprung trug ihn auf 128,5 Meter, doch Johansson konterte überzeugend mit 126,5 Metern und der besseren Punkteausbeute. Geiger erwischte nicht den perfekten Sprung. Mit 126 Metern rutschte er hinter Eisenbichler zurück.

Eisenbichler: "Sieg weggeschmissen"

Geiger war eigentlich schon vom Podest. Doch Überflieger Granerud flog auf 137,5 Meter, stürzte bei der Landung und rutschte durch den Punktabzug auf Rang vier zurück. Der Sieg ging an Johansson, Eisenbichler wurde Zweiter.

Halvor Egner Granerud liegt am Boden nach einem Sturz bei der Landung

Halvor Egner Granerud liegt am Boden nach seinem Sturz bei der Landung.

Die Landung habe ihn den Sieg gekostet, so Eisenbichler. "Das ägert mich. Schlussendlich hab ich damit den Sieg weggeschmissen."

Geiger freute sich über Platz drei. "Podest! Ich bin mega happy, die letzten zwei Wochen waren ein wenig zäh."

Paschke empfiehlt sich für WM-Team

Selbstbewusst zeigte sich auch Pius Paschke, der zunächst souverän auf 122 Meter und Rang 15 flog. Mit einem Satz über 125,5 Meter empfahl er sich im finalen Durchgang als Zehnter einmal mehr für eine WM-Nominierung.

Severin Freund war beim ersten Absprung zwar einen Tick zu früh, doch mit 119,5 Meter sah er das Q als 27. noch für den zweiten Durchgang aufleuchten. Mit 119 Meter konnte er allerdings auch im zweiten Anlauf nicht wirklich überzeugen. Am Ende wurde es Platz 27.

Teamkollege Martin Hamann wollte seine Chance nutzen und zeigte mit 120,5 Meter (21.) zunächst einen ordentlichen Flug. Der zweite ging jedoch mit 114 Metern daneben und ließ ihn noch hinter Freund zurückfallen.

Schmid verpasst Qualifikation

Constantin Schmid kam dagegen so gar nicht perfekt vom Schanzentisch weg und verpasste das Finale der Top 30 mit seinem Flug auf 116,5 Meter.

mla | Stand: 24.01.2021, 17:29

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