Kraft fliegt zum Sieg - Geiger und Schmid in Top Ten

Skispringen in Nischni Tagil - Zwei Deutsche in den Top Ten Sportschau 08.12.2019 00:34 Min. Verfügbar bis 08.12.2020 Das Erste

Weltcup Nischni Tagil

Kraft fliegt zum Sieg - Geiger und Schmid in Top Ten

Der Österreicher Stefan Kraft hat das Springen im russischen Nischni Tagil gewonnen. Bester Deutscher war wieder Karl Geiger. Doch auch Constantin Schmid und Pius Paschke lieferten ein starkes Ergebnis ab.

Die Wind-Bedingungen im russischen Skisprungort, am Fluss Tagil im mittleren Ural gelegen, waren nicht ideal. Weite und Windpunkte mussten am Sonntag (8.12.19) für eine vordere Platzierung passen. Seinen ersten Saisonsieg peilte Vierschanzentournee-Gewinner Ryoyu Kobayashi an. Der Japaner sprang mit Rückenwind im ersten Durchgang auf 133,5 Meter und übernahm nach Punkten die Führung vor Stefan Kraft. Der Österreicher war mit 140 Metern zunächst nah an den Schanzenrekord herangeflogen. Im Finale wurden die Karten jedoch neu gemischt. Kraft sprang wieder gut und zog auf 134,5 Meter. Das reichte für den Sieg. Platz zwei ging an den Schweizer Kilian Peier (138/137), der von Platz fünf noch aufs Podest sprang. Kobayashi (133,5/113) wurde Dritter.

Geiger wieder bester DSV-Springer

Bester Deutscher war wieder Karl Geiger (SC Oberstdorf), der am Samstag als Zweiter auf dem Podest gestanden hatte. Mit 130,5 Metern war der 26-jährige auch dieses Mal wieder auf eine starke Ausgangsposition gesprungen. Nach 124,5 Meter im Finale wurde Geiger guter Sechster. "Heute war es echt ruppig. Echt eine zähe Partie", analysierte Geiger. Aber insgesamt "echt ein gutes Wochenende." Nur eine Platz dahinter landete Constantin Schmid, dem ein sehr guter erster Sprung auf 131,5 Meter gelungen war, allerdings rutschte er durch den Abzug von zahlreichen Windpunkten nach hinten. Der 20-Jährige ging von Platz 15 in die Entscheidung. Bei guten Bedingungen setzte der Skispringer vom WSV Oberaudorf nach 131 Meter auf und zeigte sich mit Platz sieben doch sichtlich zufrieden. "Es war echt Wahnsinn", so Schmid im ZDF Interview. "Ich hab heute "Weltklasse Glück gehabt."

Paschke Elfter - Freitag rutscht auf 30 ab

Ein starkes Ergebnis gab es auch für Pius Paschke vom TSV Kiefersfelden. Der 29-Jährige reichte es mit Sprüngen über 125 und 124,5 Metern für Platz elf. Stephan Leyhe dürfte nach Sprüngen über 121,5 Meter und 119 Meter mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sein. Der 27-Jährige vom SC Willingen reihte sich als 22. in die Ergebnisliste ein. Teamkollege Moritz Baer hatte als 28. noch den zweiten Durchgang erreicht. Der 22-Jährige vom SF Gmund-Dürnbach kam mit Sprüngen über 121,5 und 107,5 Meter am Ende auf Platz 27 . Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue) ist dagegen noch nicht zurück in alter Form. Der 28-Jährige kämpfte, flog zunächst auf 117 Meter, doch der zweite Sprung ging beim 28-Jährigen voll daneben. Mit 81 Metern mussste er sich am Ende mit Rang 30 begnügen.

Finale verpasst - Eisenbichler weiter auf Formsuche

Markus Eisenbichler ist dagegen weiter auf der Suche nach der Form. Die in der aktuellen Saison erreichten Ergebnisse entsprechen bislang nicht der Anspruch des Weltmeisters. Der Siegsdorfer landete im ersten Durchgang bei 118.5 Metern und verpasste auf Platz 36 als einziger DSV-Skiadler den finalen Durchgang. Der 28-Jährige konnte damit im vierten Springen der Saison bereits zum dritten Mal keine Punkte sammeln. Beim Heim-Weltcup in Klingenthal am kommenden Wochenende wird der Bayer wohl dennoch zum Team gehören. "Es macht wenig Sinn rauszugehen. Wir müssen mit ihm ohne Ruhe und ohne Stress arbeiten", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Stand: 08.12.2019, 17:30

Darstellung: