Stoch siegt, Geiger holt bestes DSV-Ergebnis

Weltcup in Lahti

Stoch siegt, Geiger holt bestes DSV-Ergebnis

Beim Einzel-Springen im finnischen Lahti konnten die DSV-Skiadler nicht ums Podest mitfliegen. Mit einem starken zweiten Durchgang sicherte sich Karl Geiger noch einen Platz in den Top Ten. Der Sieg ging an den Polen Kamil Stoch.

Bei wechselnden Windverhältnissen zeigte Stoch seine ganze Klasse. Der 31-Jährige flog auf 132,5 und 129 Meter und sicherte sich damit den Sieg zum Abschluss des Weltcups im finnischen Lahti. Zweiter wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi (124/129,5) vor dem Norweger Robert Johansson (127,5/124).

Geiger sorgt für versöhnliches Ergebnis

Mit einem starken zweiten Sprung holte Geiger noch das beste Ergebnis für die DSV-Springer: "Ich war ein bisschen zu gierig", hatte Geiger nach seinem ersten Sprung über 118,5 Meter noch gehadert. Der zweite Durchgang lief deutlich besser. Geiger erwischte den Absprung perfekt und setzte seinen Flug dieses Mal erst nach 129 Metern auf. Der 25-jährige Oberstdorfer schob sich von Rang 16 auf Platz sechs vor. "Ich wusste, dass schon noch was drin ist", sagte Geiger. "Der erste Sprung war daneben, der Zweite war richtig gut. Ich bin echt happy."

Bundestrainer Schuster nicht zufrieden

Das war jedoch der einzige wirkliche Lichtblick für Bundestrainer Werner Schuster. "Bis auf Karl war das sehr, sehr ernüchternd, das muss man klar sagen. Jeder ist stark mit sich selbst beschäftigt. Das war sehr verkrampft". Richard Freitag flog zunächst auf 120 Meter, Stephan Leyhe kam wie Martin Hamann auf 116,5 Meter. Es reichte nur zu Platzierungen jenseits der Top-15.

Immerhin konnte sich danach auch der 21-jährige Hamann (Aue) steigern und mit seinem Sprung auf 122,5 Meter als 15. sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis feiern. Weiter kam auch Teamkollege Leyhe, der sich mit 121,5 Metern auf Rang 16 einreihte. Sich zu steigern gelang allerdings nicht Freitag. Der 27-jährige Erlabrunner kam auf 115,5 Meter und wurde 19. "Ich dachte, es war ein Schritt vorwärts", haderte Freitag mit dem Ergebnis.

Wellinger springt hinterher

Bei Constantin Schmid (113,5) und Olympiasieger Andreas Wellinger (108,5) reichte die Form nicht für einen Sprung unter die besten 30. Sie waren als 32. und 33. im zweiten Durchgang nicht dabei.

Thema in der Sportschau, 10.02.19 um 18 Uhr

red | Stand: 10.02.2019, 17:57

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Ryoyu Kobayashi1620
2.Kamil Stoch1145
3.Stefan Kraft1017
4.Piotr Zyla963
5.Dawid Kubacki834

Skispringen | Weltcupstand Damen

NameP
1.Maren Lundby1368
2.Katharina Althaus1073
3.Sara Takanashi916
4.Juliane Seyfarth866
5.Carina Vogt596
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