König Kamil auch im Fliegen der Beste

Kamil Stoch jubelt nach seinem Flug auf 245,5 Meter

Skiflug-Weltcup in Planica

König Kamil auch im Fliegen der Beste

Ein Skifliegen hatte er in diesem Winter noch nicht gewonnen. Seit dem Weltcup-Fliegen im slowenischen Planica am Freitag ist das anders. Kamil Stoch, Vierschanzentournee- und Olympiasieger auf der Großschanze sowie schon feststehender Gesamtweltcupsieger, war erneut nicht zu schlagen. Mit Flügen auf 245,5 und 234 Meter setzte er sich vor dem Norweger Johann-André Forfang und Stefan Kraft aus Österreich durch. Bester Deutscher wurde Richard Freitag auf Platz sechs.

Mittelprächtiger erster Durchgang der Deutschen

Die deutschen Flieger hatten schon nach dem ersten Durchgang kaum noch Podestchancen. Zwar qualifizierten sich alle fünf für den zweiten Durchgang der besten 30 Starter. Aber lediglich Richard Freitag lag nach Runde eins knapp in den Top-10. Mit seinen 234,5 Metern wäre auch ein besserer Platz möglich gewesen, aber der Sachse bekam für seine etwas verpatzte Landung größere Punktabzüge.

Noch enttäuschter nach Durchgang eins war Markus Eisenbichler, der durch einen minimalen Fehler kurz nach dem Absprung nicht in den gewohnten Weitenbereich fliegen konnte, sondern schon bei 218,5 Metern und dadurch nur auf Platz 17 landete. "Ich bin heute einfach nicht so ins Fliegen gekommen wie gestern. Irgendwie habe ich den richtigen Gleitwinkel nicht erwischt", sagte Eisenbichler im ZDF.

Stephan Leyhe, Andreas Wank und Pius Paschke gingen von den Plätzen 21, 23 und 29 aus in den zweiten Durchgang. Andreas Wellinger war überraschend tags zuvor schon in der Qualifikation gescheitert.

Zweiter Durchgang besser

Fast alle DSV-Springer konnten sich im zweiten Durchgang um ein paar Meter und Plätze verbessern. Auch Richard Freitag machte mehrere Plätze gut, bei ihm lag das aber vor allem an einer viel besseren Landung als in Runde eins. Durch seinen Flug auf 232 Meter schob er sich von Platz zehn noch auf Rang sechs vor. Die Platzierungen der Deutschen: 6. Richard Freitag, 15. Markus Eisenbichler, 21. Stephan Leyhe, 24. Andreas Wank, 27. Pius Paschke.

Stoch letztlich nur knapp vorn

So überlegen, wie Kamil Stoch seit der Vierschanzentournee teilweise springt, war der Pole heute aber nicht. Johann-André Forfang fehlten am Ende nur 3,7 Punkte zum Sieg, nachdem er tags zuvor noch die Qualifikation gewonnen hatte.

Samstag Team-Fliegen, Sonntag Saisonabschluss

Am Samstag folgt in Planica der Teamwettkampf. Bundestrainer Schuster wollte direkt nach dem Einzelwettkampf noch nicht sagen, wer seine vier Starter sein werden. Nur, dass Richard Freitag dabei sein werde, stehe schon fest. Und der Sachse, der seit diesem Wettkampf als Zweiter im Gesamtweltcup des Winters feststeht, freut sich am ZDF-Mikrofon mit einem wohl unfreiwilligen Reim auf den Mannschaftswettkampf. "Wir wollen uns straffen, dass wir das Treppchen nochmal schaffen", so Freitag am Freitag.

Am Sonntag (25.3.) wartet dann mit einem Einzelwettkampf der allerletzte Sprunglauf der Saison.

Thema in: MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio, 23.3.2018, 17:40 Uhr

rr | Stand: 23.03.2018, 17:02

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