"König Kamil" siegt zum Abschluss

Kamil Stoch Planica

Weltcup in Planica

"König Kamil" siegt zum Abschluss

Kamil Stoch hat den letzten Weltcup der Saison gewonnen. Beim Skifliegen in Planica war der Dominator der Saison nicht zu schlagen. Richard Freitag und Karl Geiger überzeugten aus deutscher Sicht. Ein Norweger schreibt Geschichte.

Neben Stoch standen der Österreicher Stefan Kraft und Daniel-André Tande auf dem letzten Podest der Saison 2017/18. Mit einem Sprung auf 237,5 Metern schob sich Richard Freitag noch in die Top 10 auf Position sechs und so auch an Karl Geiger (234,5 m) vorbei, der nach dem ersten Sprung auf Rang sieben gelegen hatte und diesen auch in der Endabrechnung belegte.

Geiger bester DSV-Adler nach erstem Durchgang

Den ersten Durchgang eröffnete Karl Geiger mit einem Flug auf 232 Meter. Eine Weite, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss. Erst der Japaner Junshiro Kobayashi mit Startnummer 19 (von 31) verdrängte den Oberstdorfer von der Spitze. Geiger sollte aber der beste DSV-Starter im ersten Durchgang bleiben. Richard Freitag - immerhin WM-Dritter vom Kulm - sprang zwar einen halben Meter weiter (232,5 m), ließ aber bei der Landung einmal mehr Punkte liegen. So reichte es nur für Rang elf. Mit nur 0,3 Punkten Rückstand folgte Markus Eisenbichler (232,5 m) einen Platz dahinter. Andreas Wellingers 222,5 Meter reichten im Zwischenklassement für den 16. Rang. Stephan Leyhe (203 m) und Pius Paschke (202,5 m) mussten sich zunächst mit den Positionen 26 bzw. 28 begnügen.

An der Spitze hatte Kamil Stoch (245 m) bereits nach einem Flug 14 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Daniel Andre-Tande (243,5 m). Und das trotz einer Luke weniger Anlaufs. Dahinter lag dessen norwegischer Teamkollege Robert Johansson, der sich mit Stoch um den Skiflug-Weltcup duellierte und wie sein Kontrahent mit einer Luke weniger Anlauf auf 237 Meter segelte.

Stjernen sichert sich Skiflug-Weltcup

Im zweiten Durchgang konzentrierte sich an der Spitze alles auf die Frage, ob Stoch nach dem Gesamt-Weltcup auch die kleine Kugel für den besten Skiflieger einsammeln könnte. Aus dem Dreikampf mit Johansson und Andreas Stjernen schien nach Stjernens erstem Flug (233 m / Platz 10) ein Duell geworden zu sein. Doch Stjernen schaffte es mit einem Sprung auf 237,5 Meter noch auf den fünften Rang. Und der sollte reichen, da sich Stefan Kraft im Tagesklassement noch an Johansson vorbeischob. So holte Stjernen die kleine Kristallkugel vor Stoch und Johansson. Es war das erste Mal, das die große Skiflug-Nation Norwegen den besten Flieger der Saison stellte.

Andreas Stjernen in Planica

Andreas Stjernen in Planica

Stoch konnte sich aber immerhin noch über einen weiteren Scheck in Höhe von 20.000 Schweizer Franken freuen, für den besten Springer der Tage von Planica, der sogenannten "Planica 7".

Die restlichen deutschen Starter konnten sich im Finaldurchgang nicht weiter verbessern. Markus Eisenbichler (224 m) behielt auch nach dem zweiten Flug seinen zwölften Rang, ebenso wie Wellinger (224,5 m), der auf dem 16. Rang verharrte, und Paschke (201,5 m) als 28. Einzig Leyhe (192,5 m) verlor ein paar Plätze und wurde 30.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 25.03.2018, 12.40 Uhr

Stand: 25.03.2018, 11:35

Darstellung: