Deutschland fliegt an der Medaille vorbei

Teamspringen der Skiflug-WM in Oberstdorf

Deutschland fliegt an der Medaille vorbei

Norwegen hat sich beim Teamspringen der Skiflug-WM in Oberstdorf souverän den Titel gesichert. Trotz starker Sprünge von Andreas Wellinger und Richard Freitag hat das deutsche Team eine Medaille verpasst und wurde Vierter. Zweiter wurde das slowenische Quartett vor Polen.

Norwegen gewinnt Teamspringen bei Skiflug-WM

Norwegen hat seinen Titel beim Mannschaftsspringen der Skiflug-WM erfolgreich verteidigt. Auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf waren Robert Johansson, Andreas Stjernen, Johann André und der frisch gebackene Skiflug-Weltmeister Daniel André Tande eine Klasse für sich und siegten am Ende mit 1662,20 Punkten. Die Norweger stellten mit Stjernen auch den Springer mit dem weitesten Flug des Tages mit 231 Metern.

Das deutsche Team sprang vor einer tollen Kulisse von 25.000 Zuschauern mit 1581,20 Punkten auf Rang vier hinter Polen (1592,10 Punkte). Nach dem ersten Durchgang waren die DSV-Adler noch knapp vor den Polen. Im zweiten Durchgang zogen Stoch und Co. allerdings am DSV-Quartett vorbei. Neben Freitag (221,5 Meter / 216,5 Meter) überzeugte vor allem Wellinger (226 Meter / 212 Meter). Markus Eisenbichler (200 Meter / 210,5 Meter) konnte sich im zweiten Durchgang steigern, während Stephan Leyhe im zweiten Durchgang mit Rückenwind zu kämpfen hatte und es nur auf 186,5 Meter brachte. Im ersten Durchgang war er noch auf 200 Meter geflogen.

Richard Freitag beim Team-Skifliegen in Oberstdorf

Richard Freitag überzeugte in beiden Durchgängen.

"Waren als Team zu schlecht"

Dementsprechend enttäuscht zeigten sich die deutschen Springer nach dem Wettbewerb: "Die Enttäuschung ist groß. Jeder Meter mehr hätte gezählt, aber jetzt ist es eben so", sagte Wellinger. Eisenbichler fand noch klarere Worte: "Wir waren heute als Team einfach zu schlecht. Das ist bitter, aber es bringt uns nicht um. Ich hab den ersten Sprung vergeigt. Jetzt müssen wir nach vorne schauen."

Den zweiten Platz sicherte sich das wiedererstarkte slowenische Quartett mit Jernej Damjan, Anze Semenic, Domen Prevc und Peter Prevc mit 1615,80 Punkten. Die polnische Mannschaft (Piotr Zyla, Stefan Hula, Dawid Kubacki und Kamil Stoch) wurde Dritter. Österreich enttäuschte hingegen und hatte mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Platz fünf hieß es am Ende für Stefan Kraft und Co.

Thema in: Wintersport im Ersten, Das Erste, 21.01.2018, 16.00 Uhr

jbr | Stand: 21.01.2018, 18:45

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