Eisenbichler knapp geschlagen

Skifliegen - Der zweite Durchgang aus Oberstdorf Sportschau 02.02.2019 37:43 Min. Verfügbar bis 02.02.2020 Das Erste

Skiflug-Weltcup

Eisenbichler knapp geschlagen

Der erste Weltcupsieg für Markus Eisenbichler war in Oberstdorf zum Greifen nah. Am Ende reichte es wieder nicht. 41 Zentimeter fehlten zum großen Jubel, der erneut dem japanischen Überflieger Ryoyu Kobayashi vergönnt war.

Einen Platz auf dem Podest hat Markus Eisenbichler in Oberstdorf fest gebucht. Nach Rang drei im ersten Fliegen musste er sich am Samstag (02.02.2019) nur dem Japaner Ryoyu Kobayashi geschlagen geben. Der dritte Platz ging an Stefan Kraft aus Österreich.

Eisenbichler: "Sieg oder Sarg"

Eisenbichler hatte im ersten Durchgang keinen optimalen Sprung erwischt. Trotz eines Fehlers nach dem Absprung kam der 27-Jährige noch auf 219,5 Meter und zog als Dritter in den Finaldurchgang ein. Das nötige Selbstbewusstsein hatte er sich in der Qualifikation geholt, die er für sich entscheiden konnte. Im Finale haute der Siegsdorfer dann einen Wahnsinnsflug auf 237,5 Meter raus, der fehlende Telemark kostete aber Punkte. Eisenbichler erklärte anschließend in der ARD: "Ich hab mir erst gedacht, ich muss den Telemark setzen. Aber am Ende wollte ich mich nicht zerstören und habe auf Sicherheit gemacht. Es war ein geiler Sprung, ich hab voll attackiert. Entweder Sieg oder Sarg – es hat fast geklappt." Kobayashi kam zwar nicht an die Weite des Deutschen heran, aber der knappe Vorsprung aus dem ersten Durchgang reichte. Eisenbichler kündigte für Sonntag (03.02.2019) einen erneuten Angriff an. Sollte es dann endlich mit dem Sieg klappen, "brenne ich hier den Laden ab", so der 27-Jährige.

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Freitag und Geiger mit Luft nach oben

Fast wie abgesprochen flogen Richard Freitag und Karl Geiger im ersten Durchgang auf exakt dieselbe Weite von 203,5 Metern und belegten zunächst die Ränge 16 und 17. Freitag hätte es gern ein paar Meter weiter gehabt und erklärte am ARD-Mikrofon: "Ich weiß nicht, mir fehlen oben einfach die ersten Meter. Die sind völlig flugfrei, eher so ein Fallen." Im Finaldurchgang steigerte sich der Sachse zwar auf 206,5 Meter, konnte damit aber keinen Boden gutmachen - im Gegenteil. Selbst Teamkollege Geiger nahm ihm acht Meter ab und zog vorbei. Entsprechend zufrieden war Geiger beim Interview im Ersten: "Ich versuche, mich Schritt für Schritt heranzutasten. Es ist noch nicht 100-prozentig, aber es kommt immerhin mehr Schub. Ein bisschen fehlt noch, da muss ich noch weitermachen." Geiger wurde am Ende 18., Freitag belegte Platz 20. Einen Weltcup-Punkt holte Youngster Martin Hamann. Der 21-Jährige landete nach Flügen auf 198 und 186 Meter auf Rang 30.

Rückschlag für Wellinger und Leyhe

Einen Tag zum Vergessen erwischte Olympiasieger Andreas Wellinger. Nachdem er am Vortag mit Rang 13 einen großen Schritt nach vorn gemacht hatte, war diesmal bereits in der Qualifikation Schluss. Der frühere Schanzenrekordhalter flog nur auf 173 Meter und schied als 48. sang- und klanglos aus. Für den Wettkampf qualifizierten sich nur die 40 stärksten Flieger. Zu denen gehörten Stephan Leyhe und Constantin Schmid. Beide verpassten jedoch den Sprung in den Finaldurchgang. Leyhe, der am Freitag noch Rang elf erkämpft hatte, landete ohne erkennbare Fehler bei 194,5 Metern. Schmid schaffte einen Meter mehr, aber auch das reichte nicht für Weltcuppunkte.

ake/dpa/sid | Stand: 02.02.2019, 17:53

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