Skispringen - Eisenbichler stark und im Pech

Markus Eisenbichler in Ruka

Skispringen | Weltcup in Ruka

Skispringen - Eisenbichler stark und im Pech

Markus Eisenbichler hat den nächsten Sieg in Ruka verpasst. Der Skispringer, bislang auf der Schanze das Maß aller Dinge, hatte im Finale Pech mit dem Wind und sprang dennoch stark.

Eisenbichler hatte einen Tag nach seinem Sieg auch im zweiten Springen die Hand wieder am Siegerpokal. Nach einem Flug auf 141 Meter führte der Bayer zur Halbzeit mit zehn Punkten Vorsprung. Im Finale schnappte ihm Halvor Egner Granerud aus Norwegen (141 Meter) den Sieg aber noch weg. "Es war extrem windig. Beim zweiten Sprung hatte ich im Mittelteil kaum noch Unterstützung", sagte Eisenbichler.

Der Deutsche konnte bei schwierigem Seitenwind nicht kontern und landete bei 131 Metern, die am Ende den zweiten Platz bedeuteten. Platz drei ging an Dawid Kubacki (Polen). Nach zwei Siegen und einem zweiten Platz baute Eisenbichler seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

Lob vom Bundestrainer

Obwohl die Bedingungen nicht ideal waren, sprang Eisenbichler im ersten Durchgang mit viel Leichtigkeit zur Bestweite. "Er hat in der Luft genau richtig reagiert", schätzte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF ein und lobte seinen Siegspringer auch für den Telemark. Auf das Sahnehäubchen bei der Landung hatte der 29-Jährige am Vortag noch verzichtet.

Im Finale sorgte der Wind dann für eine Hängepartie und schwierige Bedingungen. Granerud kam damit am besten zurecht und feierte seinen ersten Weltcupsieg.

Skispringen: Eisenbichler holt unter schwierigen Bedingungen Platz zwei Sportschau 29.11.2020 02:49 Min. Verfügbar bis 29.11.2021 Das Erste

Geiger verliert Plätze - Freund zurück in den Top Ten

Dagegen tat sich Karl Geiger schwer. Er schnupperte nach 135 Metern an den besten Fünf, rutschte aber im zweiten Durchgang mit 129 Metern auf Platz acht ab. Direkt dahinter landete Severin Freund (126,5 m/128 m), dem zwei konstante Sprünge seit langer Zeit wieder eine Top-Ten-Platzierung bescherten. Auch Constantin Schmid (12./128,5m/124,5 m) freute sich über die nächsten Weltcuppunkte: "Ich hab zweimal gepunktet, damit bin ich sehr zufrieden."

Paschke-Sprung vom Wind verweht

Pius Paschke hatte, nach Platz zwölf im ersten Durchgang, im Finale Pech mit den Bedingungen und landete nach einem turbulenten Flug schon bei 114 Metern. Damit fiel der Routinier auf Platz 21 zurück. "Es hat mich leider zerpflückt", sagte Paschke.

Wellinger und Hamann verpasen Finale

Weltcup-Newcomer Martin Hamann musste nach starken Leistungen zuletzt den ersten Rückschlag einstecken. Mit 119 Metern schied der 23-jährige Sachse aus und gab sich selbstkritisch: "Mit Gewalt geht es eben nicht. Ich muss versuchen, locker zu bleiben. Ich darf mich entwickeln, und das geht nicht mit Hauruck."

Andreas Wellinger scheiterte indes erneut beim Versuch, den zweiten Durchgang zu erreichen. "Es geht nicht leicht von der Hand. Ich werde weiter kämpfen, dann bin ich irgendwann auch wieder im 2. Durchgang dabei", sagte Wellinger nach seinem Satz auf 114 Meter und Platz 47.

Weitere Corona-Fälle: Tschechien und Bulgarien nicht dabei

Das Feld hatte sich schon vor dem letzten Wettkampf in Ruka ausgedünnt. Nach der fehlenden A-Mannschaft Österreichs konnten auch Athleten aus Tschechien und Bulgarien nach positiven Corona-Fällen nicht mitmischen.

Auch Russland war nach einem Corona-Fall nicht am Start. Damit bleibt spannend, wer beim Weltcup im russischen Nischni Tagil am kommenden Wochenende dabei sein wird. Der erste Saisonhöhepunkt wartet ebenfalls in Kürze: Vom 10. bis zum 13. Dezember findet die Skiflug-WM in Slowenien statt.

sst | Stand: 28.11.2020, 17:25

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