Richard Freitag steigt aus Vierschanzentournee aus

Nach Sturz in Innsbruck

Richard Freitag steigt aus Vierschanzentournee aus

Skispringer Richard Freitag steigt nach seinem Sturz in Innsbruck aus der Vierschanzentournee aus.

Der Führende im Gesamtweltcup wird zum vierten und letzten Wettbewerb in Bischofshofen am Samstag wegen seiner Hüftprellungen nicht mehr antreten. Diese Entscheidung bestätigte der 26-Jährige nach einer weiteren Untersuchung am Freitag (05.01.18).

"Aktuell macht Skispringen keinen Sinn für mich", teilte Freitag nach Rücksprache mit dem Mannschaftsarzt Dr. Mark Dorfmüller mit. "Ich kann weder in die Anfahrtshocke gehen noch dynamisch einen Sprung auslösen. Daher befolge ich die Empfehlung unseres Teamarztes und lege erst mal eine Pause ein." Zunächst wird er zur Physiotherapie nach Oberstdorf reisen, ein Start beim Weltcup in Kulm am 12. Januar erscheint möglich. "Aktuell sind wir zuversichtlich", erklärte ein DSV-Sprecher.

Olympia bleibt im Fokus

Er steige zum ersten Mal aus einer laufenden Tournee aus, sagte Freitag - auch im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar): "Das ist zwar bitter, aber da es in der Saison noch einiges zu holen gibt, wäre es unklug, nicht auf den eigenen Körper zu hören."

Die Schmerzen sind zu stark - Freitag verkündet Tournee-Aus

Sportschau.de | 05.01.2018 | 00:47 Min.

Freitag war bei der Landung seines Sprungs auf 130 Meter im ersten Durchgang in Innsbruck am Donnerstag gestürzt. Damit war auch seine Chance auf den Gesamtsieg geplatzt. Es siegte wie bereits in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen der polnische Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch.

Schuster kritisiert wechselnde Anlauflängen

Bundestrainer Werner Schuster sorgt sich derweil um die Wettkampf-Transparenz im Skispringen. Schuster stellte besonders das häufige Ändern der Anlauflänge infrage, das jeweils Plus- oder Minuspunkte zur Folge hat. "Richard Freitag war in Innsbruck in der Qualifikation mit 125 Metern auf Platz drei, der Österreicher Clemens Leitner mit 126 Metern auf Platz 42. Ist das gut für die Transparenz des Skispringens?"

Schuster plädierte stattdessen dafür, die Anlauflänge zu Beginn eines Wettkampfes defensiv zu wählen und - wenn möglich - bei dieser zu bleiben. "Wäre es nicht besser, wenn jemand, der nicht so gut ist, kürzer springt - und jemand, der gut ist, weiter? Speziell bei wechselnden Verhältnissen muss man defensive Strategien fahren", sagte Schuster. "Die Zuschauer sehen doch nur den Springer landen, sie können die Windpunkte nicht sehen. Und sie möchten doch ein bisschen eine Garantie haben, dass der, dem sie zujubeln, auch gut war."

Stand: 05.01.2018, 10:25

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