Eisenbichler nährt Medaillenhoffnungen - Kraft gewinnt Quali

Skispringer Markus Eisenbichler

Einzel von der Großschanze

Eisenbichler nährt Medaillenhoffnungen - Kraft gewinnt Quali

Von Wolfram Porr

Titelverteidiger Markus Eisenbichler hat als Dritter der Qualifikation für das WM-Einzelspringen von der Großschanze angedeutet, dass er um die Medaillen mitspringen kann. Bester war der Österreicher Stefan Kraft.

Stefan Kraft hat sich rechtzeitig zur zweiten WM-Einzelentscheidung bei den Skispringern im Favoritenkreis zurückgemeldet. Sein Sprung auf 127,0 Meter bei starkem Rückwind war viel wert. Am Ende ließ er in der Qualifikation auf der Großschanze in Oberstdorf alle Konkurrenten hinter sich.

Zweiter wurde etwas überraschend der Norweger Johan Andre Forfang, der bei allerdings deutlich besseren Bedingungen als Kraft bei 133,5 m landete und damit die Tagesbestweite setzte. Markus Eisenbichler landete bei 127,5 m und verdrängte Piotr Zyla, den Weltmeister von der Normalschanze, auf Platz vier.

Eisenbichler: "Den Stress haben die anderen"

Eisenbichler ballte nach seinem Versuch die Faust und rief ein "Passt" in die Außenmikrofone an der Schanze. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. "Ich will einfach ganz normal weiterspringen, und wenn ich zufrieden bin, dann bin ich auch vorne dabei", sagte Eisenbichler: "Ich habe keinen Stress, den haben die anderen, die müssen mich jagen." Und man darf davon ausgehen, dass weder Eisenbichler noch die übrigen Medaillenkandidaten bei dieser Qualifikation schon alle Karten auf den Tisch gelegt haben.

Geiger mit Luft nach oben - Freund überrascht positiv

Karl Geiger

Ein bisschen Sorge macht der Sprung von Lokalmatador Karl Geiger, der mit 125,0 m auf Platz zwölf landete. Erfreulich dagegen der Auftritt von Routinier Severin Freund, der diesmal den Vorzug vor Constantin Schmid bekommen hatte, und auf 122,5 m kam, was Rang 19 bedeutete.

Die Frage vor der Qualifikation war ja nicht, ob sich die fünf deutschen Springer für das Finale am Freitag (ab 17.00 Uhr im Live-Ticker) qualifizieren würden, sondern ob und wer Chancen auf eine Medaille hat. Und diese Frage hat Eisenbichler beantwortet. Aber auch Karl Geiger ist auf seiner Heimschanze mehr zuzutrauen. Immerhin gewann er an gleicher Stelle im Dezember das Auftaktspringen der Internationalen Vierschanzentournee und kann nach dem Gewinn der Silbermedaille auf der Normalschanze im Finale eigentlich befreit aufspringen.

Die weiteren Deutschen blieben etwas unter ihren Möglichkeiten: Pius Paschke mit 120,5 m und Martin Hamann mit 119,5 m qualifizierten sich aber und sind im Finale ebenfalls dabei.

Stand: 04.03.2021, 18:55

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