Deutsche Skispringerinnen nur auf Rang fünf bei Heim-WM

Das WM-Teamspringen der Frauen aus Oberstdorf - in der Zusammenfassung Sportschau 26.02.2021 00:43 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

Nordische Ski-WM

Deutsche Skispringerinnen nur auf Rang fünf bei Heim-WM

Die deutschen Skispringerinnen haben bei der Heim-WM auch im Teamwettbewerb im Kampf um die Medaillen keine Rolle gespielt. Das Quartett um Katharina Althaus belegte in Oberstdorf nur den fünften Platz. Gold ging an Österreich.

In einem Herzschlagfinale sicherte sich Österreich am Freitag (26.02.2021) den Weltmeistertitel mit 959,3 Punkten vor Slowenien mit der frischgekürten Weltmeisterin Ema Klinec. Der Vorsprung Österreichs betrug nur 1,4 Punkte. Bronze holte sich das Quartett aus Norwegen mit 942,1 Punkten.

Die Einzelweltmeisterin hielt die Hände vor das Gesicht und schaute gemeinsam mit ihren drei Teamkolleginnen gebannt auf die Anzeigetafel. Nachdem Ema Klinec beim letzten Sprung schon nach 95,5 Metern gelandet war, wurde es verdammt eng.

Wenig später jubelten die Österreicherinnen, die sich mit dem Satz der 19-jährigen Marita Kramer auf 104 Meter noch an die Spitze schoben - eine schöne Geschichte für die ÖSV-Schlussspringerin, die im Einzel nach Schanzenrekord im ersten Durchgang noch auf den vierten Platz zurückgefallen war.

Titelverteidiger als Außenseiter am Start

Titelverteidiger Deutschland, durch Verletzungen und Formschwäche gebeutelt, hatte nur die Außenseiterrolle inne. Nach der Einzelentscheidung am Donnerstag bemängelte Anna Rupprecht die fehlende Breite im Team: "Es fehlt bei uns an ziemlich vielen Ecken. Es fehlt eine, die vorne reinspringt und uns ein bisschen mitzieht", sagte die 24-Jährige.

Carina Vogt war nach dem enttäuschenden Ergebnis in der Einzelentscheidung beim Teamspringen nicht dabei. "Da muss ich ehrlich und realistisch sein, so bin ich für das Team auch keine Unterstützung. Für mich persönlich wäre es auch schwierig, mit der Drucksituation umzugehen", sagte die 29-Jährige, die nach langer Verletzungspause erst kurz vor der WM ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt war.

Katharina Althaus: "Wir haben nicht zu den Favoriten gezählt." Sportschau 26.02.2021 00:41 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

Kleine Steigerung im zweiten Durchgang

Der Wettkampf der deutschen Springerinnen war ordentlich - vor allem im Finaldurchgang. Anna Rupprecht segelte nach 90 Metern im ersten auf 94 Meter im zweiten Durchgang. "Ich habe heute einen ordentlichen Wettkampf gemacht und das ist die Hauptsache, sagte die 24-Jährige in der Sportschau.

Auch Juliane Seyfarth lieferte mit 88,5 Metern und 90,5 Meter soldide Weiten. "Wir haben alle die Sprünge gemacht, die aktuell möglich sind", stellte die Thüringerin fest.

Luisa Görlich: "Der beste Sprung, den ich seit Langem gezeigt habe." Sportschau 26.02.2021 01:49 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

Luisa Görlich, die für Vogt ins Team kam, konnte mit ihrer Leistung zufrieden sein. Sie steigerte sich nach dem ersten Sprung (85 Meter) deutlich auf 94,5 Meter. "Das war der beste Sprung, den ich seit Langem gezeigt habe. Ich bin glücklich, dass ich das im Teamwettbewerb geschafft habe", sagte die 22-Jährige.

Katharina Althaus schaffte gute 94 und 94,5 Meter für das deutsche Team, das den Wettkampf mit 873,1 Punkten auf dem fünften Platz beendete. "Wir wussten, dass es ein harter Kampf wird, vorne mitzuspringen, oder sogar auf das Podium zu kommen", sagte Althaus: "Es ist natürlich schade, wenn man bei der Heim-WM nicht auf dem Podest steht."

Das WM-Teamspringen der Frauen aus Oberstdorf - die Analyse und die Stimmen Sportschau 26.02.2021 04:03 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

nho/sid/dpa | Stand: 26.02.2021, 19:06

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