Geiger glänzt bei zweitem Rang der DSV-Adler im Teamspringen

Weltcup in Lahti

Geiger glänzt bei zweitem Rang der DSV-Adler im Teamspringen

Mit zwei Top-Sprüngen von Karl Geiger haben die DSV-Adler beim Teamspringen von Lahti den zweiten Platz erreicht. Bis zum letzten Athleten des Wettbewerbs war für das deutsche Quartett sogar der Sieg drin, doch der österreichische Schlussspringer Stefan Kraft hatte etwas dagegen.

Karl Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe mussten es am Samstag (09.02.19) in Lahti ohne ihren derzeit besten Springer Markus Eisenbichler richten. Der pausierte mit Blick auf die WM in Seefeld (19. Februar bis 3. März) und wird erst beim Weltcup in Willingen wieder springen. Das letzte Teamspringen in Zakopane hatte das DSV-Quartett gewonnen. Diesmal reichte es zum zweiten Platz. Österreich siegte mit einer Gesamtpunktzahl von 953,6 Punkten vor Deutschland (942,6) und Japan (929,5). Die Polen wurden Vierte. Österreich präsentierte sich also pünktlich zur Heim-WM in Topform.

Geiger top - Wellinger und Freitag durchwachsen

Der Springer des Tages hieß Geiger. Im zweiten Durchgang kam er auf hervorragende 130,5 Meter - Tagesbestweite. Damit brachte er die Deutschen wieder in Führung, die nach der Halbzeit die Österreicher hatten. Freitag erwischte dagegen keinen guten zweiten Durchgang und musste nach 113,5 Metern die rot-weiß-roten Adler wieder vorzeiziehen lassen. Wellinger verbesserte sich im Vergleich zum ersten Durchgang und zog nach 123 Metern mit dem Österreicher Michael Hayböck fast gleich. Schlussspringer Leyhe kam zwar auf 124,5 Meter, aber für Österreich sicherte Stefan Kraft (130 Meter) den Tagessieg.

Schon im ersten Durchgang hatte Geiger mit einem Satz auf 129,5 Meter eine richtig gute Weite vorgelegt und das DSV-Quartett vor Österreich und Japan in Führung gebracht. Die konnte Freitag (119 Meter) noch verteidigen, während Wellinger mit 117 Metern Hayböck nicht mehr zu kontern vermochte - Deutschland fiel zunächst auf Platz zwei zurück. Schlussspringer Leyhe hielt den zweiten Platz, verlor allerdings weiter Boden auf die Österreicher, für die Kraft einen soliden Sprung auf 122 Meter in die Wertung einbrachte. "Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich zwei solche Sprünge hinlege. Genial. Es tut einfach gut, wenn man weiß: Okay, es geht noch", sagte Engelberg-Sieger Geiger.

Norwegen nach erstem Durchgang raus

Zur Halbzeit führten also die Österreicher (494,2 Punkte). Die Polen hatten sich inzwischen auf Rang drei vorgearbeitet (466,4 Punkte) und machten Druck aufs DSV-Quartett (469,1). Sie profitierten auch von einem verpatzten Sprung des Saison-Überfliegers Ryoyu Kobayashi (115,5 Meter). Die Norweger konnten sich sensationell nicht fürs Finale der besten acht Teams qualifizieren. Sie verabschiedeten sich gemeinsam mit den Russen.

Gedenkminute für Matti Nykänen

Der Wettkampf stand auch im Zeichen der am Montag verstorbenen Skisprung-Legende Matti Nykänen. Zwischen den Durchgängen gab es eine Schweigeminute in Erinnerung an den viermaligen Olympiasieger. Zudem konnten Fans an einem Schneehügel vor einem Nykänen-Foto Blumen und Geschenke niederlegen. Der sechsmalige Weltmeister war nur 55 Jahre alt geworden.

wp/eei | Stand: 09.02.2019, 18:11

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