Andreas Wellinger fliegt in Kuusamo aufs Podest

Skispringer Wellinger holt sich seinen ersten Podestplatz Morgenmagazin 26.11.2018 01:30 Min. Verfügbar bis 26.11.2019 Das Erste

Skisprung-Weltcup in Ruka/Kuusamo

Andreas Wellinger fliegt in Kuusamo aufs Podest

Zum Abschluss des Weltcupwochenendes der Skispringer im finnischen Ruka/Kuusamo feierte Olympiasieger Andreas Wellinger seinen ersten Podestplatz des Winters. Der Bayer wurde Zweiter hinter einem Japaner, der schon am Vortag die Konkurrenz beeindruckt hatte.

147,5 Meter leuchteten auf der Anzeigetafel im Skisprungstadion von Ruka/Kuusamo auf, als Ryoyu Kobayashi nach dem zweiten Durchgang landete. Soeben hatte der Japaner den Schanzenrekord eingestellt - und sich beim zweiten Springen an diesem Wochenende den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere gesichert. Den ersten hatte er tags zuvor beim ersten Springen gefeiert. "Er ist momentan beim Absprung der Stärkste des ganzen Feldes, der hat sich angemeldet und der wird sich nicht mehr so schnell wieder abmelden", sagte Deutschlands Bundestrainer Werner Schuster über den Japaner.

Andreas Wellinger erstmals seit Olympia wieder auf dem Podest

Um deutliche 22 Punkte - umgerechnet mehr als zwölf Meter - distanzierte er Olympiasieger Andreas Wellinger auf Platz zwei. Der Ruhpoldinger zeigte allerdings ebenfalls zwei beeindruckende Sprünge. Aber gegen die Gala von Kobayashi, der schon nach dem ersten Sprung geführt hatte, war er an diesem Tag ohne Chance. Dritter wurde der Pole Kamil Stoch, drei Punkte hinter Wellinger.

"Mit meinen Sprüngen bin ich mehr als zufrieden", sagte Wellinger nach dem Springen. Nach seinen drei Medaillen bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang 2018 war der Bayer in ein Leistungsloch gerutscht. Zuletzt hatte er Ende Januar - vor den Winterspielen - im Weltcup auf dem Podest gestanden.

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Die Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) zeigten im zweiten Weltcup von Ruka eine starke Mannschaftsleistung. Stephan Leyhe wurde Sechster, Karl Geiger Achter, Richard Freitag 14.; David Siegel (22.) und Markus Eisenbichler (25.) komplettierten das Topresultat mit sechs Springern in den Weltcuppunkten.

Freund diesmal nicht im Finale

Severin Freund verpasste als 31. des ersten Durchgangs knapp die Qualifikation fürs Finale. Am Samstag hatte der Olympiasieger und Ex-Weltmeister - nach 690 Tagen verletzungsbedingter Wettkampfpause - sein Comeback im Weltcup feiern können. Als 29. sammelte er zwei Weltcuppunkte. Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer (Österreich) verpasste sogar die Qualifikation für den Wettkampf der besten 50 - ebenso der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz.

Freund war mit seinem Comeback-Wochenede dennoch zufrieden. "Ich nehme viel Gutes von hier mit", sagte Freund dem zweiten Springen des Wochenendes: "Zu erwarten, dass es nur noch Zackbumm und nur noch vorne reingeht, wäre vermessen."

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Thema in: B5 Sport, 25.11.2018, 19.35 Uhr

br/dpa | Stand: 25.11.2018, 18:51

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