Skispringer Kobayashi gewinnt ersten Weltcup, Geiger knapp am Podest vorbei

Ryoyu Kobayashi

Skisprung-Weltcup in Ruka/Kuusamo

Skispringer Kobayashi gewinnt ersten Weltcup, Geiger knapp am Podest vorbei

Viel Wind, viel Warten - und am Ende ein Weltcup mit nur einem Durchgang. Trotzdem hatte es der Skisprung-Weltcup in Ruka/Kuusamo in sich - mit einem Überraschungssieger aus Japan, einem starken Karl Geiger und dem Comeback von Severin Freund.

Bis es in Kuusamo über den Bakken der Rukatunturi-Schanze gehen konnte, wurde den Springern, Betreuern und auch den Fans an der fast schon traditionell windanfälligen Schanze ganz viel Geduld abverlangt. Schon die für Samstagmorgen (24.11.2018) angesetzte Qualifikation - die eigentlich schon für den Freitagabend geplant war - musste erst erneut verschoben und am Nachmittag dann komplett abgesagt werden. Auch die eigentliche Startzeit (16.30 Uhr) für den Wettkampf war wegen des teilweise böenartigen Windes nicht zu halten.

Freund-Comeback mit Weltcuppunkten

Um 17.50 Uhr konnte dann tatsächlich gesprungen werden, wenn auch nur ein Durchgang angesetzt war. So konnte Severin Freund tatsächlich nach 690 Tagen sein Comeback im Weltcup feiern. Mit 128,5 Metern war der Niederbayer zwar einige Meter hinter der Spitze. Doch der Olympiasieger und Ex-Weltmeister deutete bei seinem Sprung nach knapp zwei Jahren Wettkampfpause aber an, dass der Weg zurück in die Weltspitze durchaus machbar ist. Als 29. sammelte er in seinem Comeback-Wettkampf gleich wieder Weltcuppunkte.

"Das war schon ein sehr, sehr schöner Moment", sagte Freund im Auslauf über seine Gefühle. Bundestrainer Werner Schuster kommentierte das Comeback: "Er kann gut damit leben und auf diese Leistung aufbauen."

Der Weiten-Überflieger des Weltcupabends kam aus Slowenien. Domen Prevc sorgte mit 146 Metern für den mit Abstand weitesten Satz des Abends. Beste Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) war der Oberstdorfer Karl Geiger. Zwar landete er "nur" bei 135 Metern. Mit Wind-Bonus und starken Haltungsnoten reihte er sich nur 0,1 Punkte hinter Prevc ein, zunächst als Zweiter.

Geiger knapp am Podest vorbei

Doch noch standen einige Topflieger oben - und das Spitzenduo Prevc und Geiger und wurde vom Podest verdrängt. Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann mit einem 138,5-Meter-Satz vor den Polen Kamil Stoch (140,5 Meter) und Piotr Zyla (136 Meter). Prevc und Geiger landeten auf den Plätzen vier und fünf. Nur 1,5 Punkte fehlten Geiger auf Platz drei.

Olympiasieger Andreas Wellinger schob sich mit einem 132,5-Meter-Sprung noch auf Platz neun in die Top Ten. Markus Eisenbichler (129,5 Meter), Stephan Leyhe (125,5 Meter) und Richard Freitag landeten auf den Plätzen 15, 16 und 21.

Thema in: B5 Sport, 24.11.2018, 18.55 Uhr

br/dpa | Stand: 24.11.2018, 17:59

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