Skispringer Kubacki stoppt Siegesserie von Kobayashi

Dawid Kubacki beim Weltcupspringen in Val di Fiemme (12./13.01.2019)

Weltcup in Val di Fiemme

Skispringer Kubacki stoppt Siegesserie von Kobayashi

Skispringer Dawid Kubacki aus Polen hat sein erstes Weltcupspringen gewonnen. Seriensieger Ryoyu Kobayashi ist für seine Verhältnisse regelrecht abgestürzt. Die Deutschen landeten zu zweit in den Top Sechs.

Auf der WM-Schanze von 2013 holte sich Kubacki mit Sprüngen von 129,5 Meter und 131,5 Meter und einem riesigen Vorsprung den Sieg vor dem Österreicher Stefan Kraft und Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen. Kubacki hatte bereits nach dem ersten Durchgang geführt - knapp vor dem Weltcupführenden Ryoyu Kobayashi.

Doch der Japaner zeigte im Finale einen ungewohnt schwachen Sprung und machte den Weg frei für Kubackis ersten Weltcupsieg. Zugleich verpasste Kobayashi die Chance, mit sieben Weltcupsiegen in Folge alleiniger Rekordhalter zu werden. Nun muss er sich die Bestmarke von sechs Siegen weiter mit den Finnen Janne Ahonen und Matti Hautamäki sowie den Österreichern Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer teilen.

Siegel als Fünfter bester Deutscher

David Siegel beim Weltcupspringen in Val di Fiemme (12./13.01.2019)

Punktet weiter im Kampf um ein WM-Ticket: David Siegel

Bester Deutscher war David Siegel aus Baiersbronn, der mit Platz fünf weiter Punkte sammelte für eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften. Nach dem ersten Durchgang hatte Siegel mit einem Sprung auf 127,5 Meter sogar auf Platz vier gelegen. Im Finale bremste ihn womöglich die Aussicht auf einen Podestplatz, Siegel landete bereits bei 124 Meter, schaffte damit aber dennoch sein bestes Weltcupergebnis. "Unglaublich, wirklich unfassbar. Ich hätte nie gedacht, dass es so schnell geht", sagte der Juniorenweltmeister von 2016 im ZDF und fügte an: "Ich habe mein Ziel erreicht, geil." Lob gab es auch von Bundestrainer Werner Schuster: "Das lag ein bisschen in der Luft. David hat einen harten Weg hinter sich mit einigen Verletzungen. Nur vier vor ihm, das ist schon was."

Eisenbichler: Besser ein guter Sprung als kein guter Sprung

Markus Eisenbichler zeigte zumindest einen guten Sprung. Nachdem er am Samstag wegen einer Disqualifikation nicht am Wettbewerb teilnehmen konnte und der erste Durchgang mit 121 Metern eher durchschnittlich war, haute "Eisei" im Finale einen raus auf 133 Meter und rückte vor auf Rang sechs. "Besser ein guter Sprung als kein guter Sprung", sagte Eisenbichler im ZDF: "Jetzt kann ich zufrieden heimfahren."

Freitag im Mittelfeld - Leyhe im Pech

Richard Freitag springt seiner Form dagegen weiter hinter hinterher. Der Sachse war nach dem ersten Durchgang (121 Meter) noch zweitbester Deutscher, fiel im Finale (122,5 Meter)  aber auf Rang 16 zurück.

Stephan Leyhe (Willingen) hatte im ersten Durchgang Pech, als er kurz vor der Sturzlinie mit einer Hand in den Schnee griff und geradeso ins Finale kam. Dort gelang ihm ein Satz auf 133,5 Meter und ein Sprung von Rang 29 auf 18.

Karl Geiger landete mit Weiten von 120 Meter und 124 Meter auf dem 19. Platz. Andreas Wellinger (119 Meter/123 Meter) wurde 26.

dko/dpa | Stand: 13.01.2019, 19:49

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