Kamil Stoch überragt in Lillehammer

Kamil Stoch

Raw-Air-Tour

Kamil Stoch überragt in Lillehammer

Er ist momentan unschlagbar: Kamil Stoch. Der Pole dominierte das Springen in Lillehammer. Richard Freitag kostete ein Fehler bei der Landung einen Podesplatz.

Bereits im ersten Durchgang hatte Stoch den nächsten Schritt zum Weltcup-Sieg gemacht. Mit verkürztem Anlauf sprang der Pole auf überragende 140,5 Meter und ging mit einem Vorsprung von 14,4 Punkten auf Landsmann Dawid Kubacki und Stafan Hula, ebenfalls aus Polen, in den zweiten Durchgang. Dort zeigte der 30-Jährige auf der Olympiaschanze von 1994 erneut seine ganze Klasse. Obwohl der Wind im Finaldurchgang drehte, gelangen Stoch 141 Meter bei erneut kürzerem Anlauf. Zweiter wurde Kubacki vor dem Norweger Robert Johansson.

Landung kostet Freitag Podest

Freitag erwischte im ersten Sprung den geringsten Aufwind, zog seinen Sprung aber auf 135 Meter und war bei Halbzeit Vierter. Danach haute der Sachse einen raus. 141,5 Meter, allerdings ohne den Telemark. Das kostete ihn das Podest. Freitag wurde Fünfter und ärgerte sich im ZDF entsprechend: "Es ist schade. Ich bin auf Zug geflogen. Dann zog es den Fuß zurück. Das kommt aus dem Bauch. Das ist einfach ärgerlich. Aber die Sprünge passen wieder." "Es war ein toller Wettkampf von ihm. Die Leistung war heute definitiv podestreif", freute sich Bundestrainer Werner Schuster.

In der Gesamtwertung der Norwegen-Tour liegt Stoch mit 1141,5 Punkten auch nach acht von 16 Sprüngen klar in Führung. Hinter ihm folgen in Johansson (1085,3), Johann Andre Forfang (1055,5) und Andreas Stjernen (1053,5) drei Norweger. Bester Deutscher ist Freitag (1026,6) als Achter.

Geiger gut - Eisenbichler steigert sich

Karl Geiger unterstrich seine aufsteigende Form. Der Oberstdorfer zeigte mit 134,5 und bei schlechteren Bedingungen 128,5 Metern gute Sprünge und wurde am Ende Elfter. Olympiasieger Andreas Wellinger sucht dagegen weiter seine Pyeongchang-Form. 135 und 125 Meter bedeuteten für ihn Rang 13. Markus Eisenbichler konnte sich dank eines guten zweiten Sprunges auf 132 Meter noch vom 26. auf den 16. Platz verbessern. "Ich mag die Schanze, mir fehlt aber das Selbstbewusstsein. Ich muss schauen, dass ich konstanter werde. Es rutscht mir immer mal ein blöder Sprung raus“, sagte Eisenbichler im ZDF. Andreas Wank und Stephan Leyhe landeten auf den Plätzen 23 und 26. Für David Siegel war nach 124 Metern und Platz 32. bereits nach einem Durchgang Endstation.

Thema in: MDR aktuell das Radio, 13.03.2018, 18:40 Uhr

rei/sid | Stand: 13.03.2018, 18:58

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