Eisenbichler und Freitag springen in Willingen

Markus Eisenbichler

Weltcup

Eisenbichler und Freitag springen in Willingen

Mit beiden "Sorgenkindern" Markus Eisenbichler und Richard Freitag bestreiten die deutschen Skispringer am Wochenende den Heim-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze in Willingen. Die Frauen reisen ins österreichische Hinzenbach.

Wie der Deutsche Skiverband am Mittwoch mitteilte, gehören sowohl Markus Eisenbichler (Siegsdorf) als auch Richard Freitag (Aue) zum sechsköpfigen Aufgebot für die Springen in Nordhessen am Wochenende.

Geiger und Leyhe führen Team an

Angeführt wird das DSV-Team vom Tournee-Dritten Karl Geiger (Oberstdorf) und von Lokalmatador Stephan Leyhe (Willingen), der am vergangenen Wochenende im japanischen Sapporo mit Rang zwei den zweiten Podestplatz seiner Karriere gefeiert hatte.

Karl Geiger und Stephan Leyhe im Auslauf der Schanze in Zakopane am 25.01.2020

Sollen für Podestplätze sorgen: Karl Geiger (re.) und Stephan Leyhe

Der inzwischen im Schwarzwald lebende Leyhe meinte: "Ich [freue] mich natürlich sehr drauf, auf meinen Heim-Weltcup! Das ist immer ein schönes Erlebnis, jedes Jahr wieder." Der Sapporo-Trip sei ein voller Erfolg gewesen. "Die Sprünge waren schon auf einem ziemlich hohen Niveau. Daran heißt es jetzt für Willingen weiter zu arbeiten."

Bundestrainer will Podestplätze

Dreifach-Weltmeister Eisenbichler und Freitag hatten hingegen in Japan enttäuscht. Eisenbichler, der sich Anfang des Jahres mit einem Sturz auf einem Parkplatz eine Handverletzung zugezogen hatte, errang mit den Plätzen 26 und 34 gerade einmal fünf Weltcuppunkte. Der schon seit Wochen kriselnde Freitag kam einmal nicht über Rang 47 hinaus und überstand beim anderem Mal nicht die Qualifikation.

Richard Freitag

Richard Freitag

"Markus Eisenbichler konnte seine Leistung leider nicht so zeigen", erklärte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es fehlt ihm nach seiner Verletzung einfach noch an  Substanz. Auch Richard Freitag hatte noch schwer zu kämpfen." Der Ausblick auf Willingen sei  jedoch positiv. Willingen sei ein Highlight: "Wir freuen uns drauf und wollen wieder Podestplätze erreichen."

Frauen springen in Hinzenbach

Die deutschen Skispringerinnen starten am Wochenende im österreichischen Hinzenbach. Nach dem Weltcup in Oberstdorf mit zwei Springen von der Großschanze, heißt es nun wieder umdenken. Bundestrainer Andreas Bauer sagte: "Auf Hinzenbach freuen wir uns. Es ist eine kleinere Schanze mit einem K-Punkt von nur 85 Metern. Wir haben dort schon oft trainiert."

Juliane Seyfarth

Juliane Seyfarth

Juliane Seyfarth, in Oberstdorf mit den Rängen acht und fünf beste Deutsche, geht optimistisch in die Springen: "Ich bin nah dran am Podest. Ich habe am Sonntag schon auf Platz drei gelegen, nach dem ersten Durchgang, mit einem super Sprung. Und dabei hatte ich zweimal schwere Bedingungen, deshalb bin ich recht zuversichtlich, dass das auch an diesem Wochenende in Hinzenbach wieder klappt."

Das Aufgebot Männer

  • Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
  • Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue)
  • Karl Geiger (SC Oberstdorf)
  • Stephan Leyhe (SC Willingen)
  • Pius Paschke (WSV Kiefersfelden)
  • Constantin Schmid (WSV Oberaudorf)


Zeitplan

Freitag, 07.02., 15 Uhr Qualifikation Großschanze: Live im Stream
Samstag, 08.02., 16.00 Uhr Einzel Großschanze: Live im Ersten und im Ticker
Sonntag, 09.02., 16.00 Uhr Einzel Großschanze: Live im Ersten und im Ticker

Das Aufgebot Frauen

  • Katharina Althaus (SC Oberstdorf)
  • Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue)
  • Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha)
  • Agnes Reisch (WSV Isny)
  • Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla)
  • Svenja Würth (SV Baiersbronn)

Zeitplan

Samstag, 08.02., 14.30 Uhr Einzel Normalschanze: Live im Ersten und im Ticker
Sonntag, 09.02., 14.30 Uhr Einzel Normalschanze: Live im Ersten und im Ticker

Thema in: Das Erste, Sportschau am 08.02., 09.45 Uhr

dko/dsv/sid | Stand: 05.02.2020, 17:10

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